Ortschaftsrat: Platz für ein neues Feuerwehrfahrzeug

Bericht von der Sitzung des Ortschaftsrates Dilsberg am 17. März 2025

Der Pfarrsaal in Dilsberg, in dem ausnahmsweise die Sitzung des Ortschaftsrates stattfand, war gut gefüllt. Eine große Zahl von Feuerwehrleuten war erschienen, um zu erfahren, was der Ortschaftsrat zur hilfsweisen Feuerwehrunterbringung auf der Tuchbleiche beschließen würde. 

Wieder erkundigte sich ein Bürger in der Bürgerfragestunde nach dem Stand der Verkehrsberuhigung in der Neuhofer Straße, jetzt, nachdem der Durchgangsverkehr von Mückenloch her wieder möglich ist. Die Antwort des Ortsvorstehers: Der Gemeinderat hat sich in nichtöffentlicher Sitzung damit befasst. Die vorgesehene Erneuerung der Asphaltdecke wurde von der zuständigen Behörde aufgrund von Personalproblemen auf 2026 verschoben.

Auf die Frage nach dem Stadtputztag am 29. März gab der Ortsvorsteher bekannt, dass er alle Vereine angeschrieben habe und auf der Homepage alles Nähere zu erfahren sei.

Eine Bewohnerin des Dilsbergerhofes fragte nach, ob nach dem dort stattgefundenen gravierenden Zwischenfall – vier große Hunde einer Bewohnerin haben eine Frau an der Bushaltestelle ernsthaft verletzt – die Ortsverwaltung etwas zu tun gedenkt. Der Ortsvorsteher versicherte, dass man in der Angelegenheit mit den zuständigen Behörden im Gespräch sei.

Als erste anstehende Entscheidung des Ortschaftsrates stand die „Anpassung der Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Ortsvorsteher“ an. Hier folgte der Ortschaftsrat dem Vorschlag der Verwaltung, dem Gemeinderat den möglichen Höchstsatz nach dem Aufwandsentschädigungsgesetz Baden-Württemberg vorzuschlagen.

Der Tagesordnungspunkt, der die meisten Besucher angelockt hatte, war dann relativ schnell erledigt: Auf der Tuchbleiche sollen – als Zwischenlösung bis zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses – eine Leichtbauhalle und zwei Container errichtet werden. Dies ist notwendig, da das neue Feuerwehrfahrzeug im bisherigen Feuerwehrhaus nicht mehr untergebracht werden kann.

Für diese Baumaßnahmen waren viele Befreiungen zu erteilen, da für die Tuchbleiche die Änderungssatzung für die Feste Dilsberg gilt. Alle Fraktionen des Ortschaftsrates sprachen sich für das Baugesuch aus und stimmten allen notwendigen Befreiungen einstimmig zu. Die Gebäude bedingen, dass dort möglicherweise bis zu 15 Parkplätze entfallen.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen und Anfragen“ gab es noch folgende relevante Informationen:

  • Die Eltern, die eine Spielzeugkiste auf dem Spielplatz Dilsbergerhof installieren wollen, können dies tun. Der Platz, wo die Kiste untergebracht werden soll, muss mit Ortsvorsteher Erles abgesprochen werden.
  • Der Glasfaserausbau ist im Zeitplan. Es wird in den nächsten Wochen vermehrt zu Teilsperrungen oder auch Totalsperrungen von Straßen kommen. Die Ortsverwaltung ist in ständigem Austausch mit der beauftragten Firma und ist bereit, bei Problemen zu vermitteln.
  • Die seit Jahren geplante Fahrradabstellanlage an der Jugendherberge konnte bisher nicht realisiert werden, da das Jugendherbergswerk auch auf wiederholte Anfragen nicht reagiert hat.
  • Das sogenannte “Grüne Klassenzimmer” an der Grundschule kann nun benutzt werden, nachdem Hajo Hoffmann den installierten Baumstamm auf die geforderte Form gebracht hat.
  • Die Seniorenfeier war ein voller Erfolg, wenn auch nicht so besucht, wie wünschenswert. Der selbstlose Einsatz der Ortschaftsratsmitglieder und ihrer Partner hätten – so Erles – eine bessere Resonanz verdient.
  • Wichtig für die Bewohner/innen der Bergfeste: Vom Grundsatz sind die Installationen von PV-Anlagen, Balkonkraftwerken und Wärmepumpen genehmigungsfrei. Wegen des besonderen Bebauungsplanes in der Feste ist jedoch jeweils eine Einzelgenehmigung durch die Gemeinde einzuholen.
  • Die von einem Bürger angeregte Renovierung des Keltersteines im Burggarten ist vom Amt für Vermögen und Bau des Landes Baden-Württemberg genehmigt und kann somit durchgeführt werden.
  • Das frühere Minispielfeld ist eingeebnet und kann nach dem vollständigen Anwachsen der Gras-Saat von der Schule als Bewegungsfläche genutzt werden.
  • Am 19. und 20. März wird die Meisterklasse der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg im Burghof ihre Prüfung ablegen, indem die Prüflinge die notwenigen Pflege- und Baumschnittarbeiten an den dortigen Kastanienbäumen vornehmen.
  • Die sogenannte Augmented Reality Burg Dilsberg ist nach sehr langer Planung nun kurz vor ihrer Realisierung. Mit ihr, die auch eine Verbindung zu anderen Medien schaffen wird, ist eine Darstellung der Burg über verschiedene Jahrhunderte verbunden. Dass dieses technisch äußerst aufwendige Informationsinstrument für Dilsberg realisiert werden konnte, ist nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz des Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte zu verdanken.
  • Eine weitere besondere ehrenamtliche Leistung ist dem Dilsbergerhof gewidmet: Ortschaftsrat Jürgen Maurer hat eine Osterkrone geschaffen, die am Samstag, dem 22. März, um 16 Uhr am Brunnen installiert wird und von den Kindern mit Ostereiern u. a. geschmückt werden kann.
  • Und schließlich gab es noch eine Antwort zu der Frage, die bereits in der Bürgerfragestunde gestellt worden war: Was passiert gerade am sogenannten Langenzeller Buckel? Antwort: Die Gemeinde Wiesenbach, auf deren Gemarkung das Gelände liegt, die Forst BW und ein privates Unternehmen als Betreiber errichten dort einen Friedwald. Dazu haben sie begonnen, Parkplätze und einen Versammlungsort zu bauen.

Mit dem Hinweis auf den Stadtputztag am 29. März schloss Ortschaftsrat Erles die Sitzung.

Dilsbergerhof, 18. März 2025

T. Walter Berroth

B. Monika Nohe-Weinert