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Ortschaftsrat startet Mitmach-Aktion für rücksichtsvolles Parken
Flyer sollen Autofahrer auf dem Dilsberg sensibilisieren und nicht ärgern
31. August 2014
 
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Aus Sorge um die Gesundheit der Bürger, insbesondere von Kindern und Senioren, startete der Ortschaftsrat Dilsberg eine Mitmach-Aktion „Parke nicht auf unseren Wegen!“ und wirbt mit Flyern für rücksichtsvolles Parken. Das bedeutet für Autos runter von den Gehwegen, denn die sind auf dem Dilsberg ausschließlich den Fußgängern vorbehalten. Wie Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann bei der Vorstellung der Aktion zusammen mit Mitgliedern des Ortschaftsrates mitteilte, möchte man damit: „Nicht Leute ärgern, sondern Autofahrer für korrektes und rücksichtsvolles Parken sensibilisieren.“  
 
Bereits vor zwei Jahren wurde aufgrund häufiger Beschwerden auf die Missstände beim Parken vom Ortschaftsrat auf der Dilsberger Internetseite hingewiesen. Besondern auf den stark frequentierten Schul- und Kindergartenwegen entstehen immer wieder vermeidbare Gefahrensituationen, da Fußgänger durch geparkte PKWs gezwungen sind auf die stark befahrene Straße zu wechseln. Gerade für Mütter mit Kinderwagen sowie Senioren mit Rollatoren ein riskantes Procedere und alles nur damit das „heilig Blechle“ sicher auf unerlaubter Fläche steht. Laut § 2 der StVO müssen Fahrzeuge die Fahrbahn benutzten und das gilt auch für den ruhenden Verkehr, es sei denn die Gehwege sind so breit, dass Parken durch eine entsprechende Beschilderung explizit erlaubt wird.  
 
Aufgrund der unveränderten Parkproblematik regte Ortsvorsteher Hoffmann die „Mitmach-Aktion“ an und stellte sie dem Ortschaftsrat bereits vor der Kommunalwahl vor. Inzwischen hat sich das neue Gremium konzipiert und die Arbeitskreise sind neu besetzt, so dass die gedruckten Exemplare vorgestellt und mit der Aktion gestartet werden konnte. Ab sofort liegen in den ortsansässigen Banken und Geschäften Flyer zur Information aus, die auf heikle Situationen aufmerksam machen. Zudem wird der Ortschaftsrat flächendeckend Flyer verteilen und bei geparkten Autos an die Windschutzscheibe heften, um möglichst ein großes Klientel zu erreichen. Neben ordnungsgemäßem Parken am Straßenrand werden die Autofahrer zusätzlich darum gebeten, auch den für Straßen vorgeschrieben drei Meter freien Platz für Rettungsfahrzeuge zu beachten. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass auch Mülltonnen so auf dem Gehweg abgestellt werden sollen, dass sie ein Durchkommen für Fußgänger ermöglichen.  

Ein weiterer Brennprunkt ist die historische Bergfeste, mit ihren schmalen Gassen und nur wenig ausgewiesenen Parkplätzen. Gerade hier ist ein akkurates Parken extrem wichtig. Bereits des Öfteren suchten Anwohnern wegen Behinderungen durch Falschparker das Gespräch mit dem Ortschaftsrat und baten um entsprechende Maßnahmen. So musste erst vor kurzem bei einem Krankentransport ein Patient ein ganzes Stück durch die „Untere Straße“ über das Kopfsteinpflaster getragen werden, da parkende Autos die Anfahrt des Krankenwagens verhinderten. „Was ist, wenn es einmal brennt und die Feuerwehr kommt nicht durch?“, fragte eine besorgte Bürgerin. Dass es sich hierbei um keine Ausnahmesituation handelte bestätigten auch andere Anwohner, es werde häufig kreuz und quer geparkt, dass es zu unnötigen Behinderungen komme. Lediglich dienstags und mittwochs sehe es besser aus, dann fährt das Müllauto durch die Bergfeste und seinen Müll will jeder loswerden.  
 
Mit der „Mitmach-Aktion" möchte der Ortschaftsrat die Autofahrer für die Parkproblematik sensibilisieren. Ortschaftsrätin Monika Nohe-Weinert (CDU) wies zudem drauf hin, dass Bürger die Falschparker vor dem Haus haben, gerne Flyer aus den Geschäften mitnehmen und selbst verteilen können. Ausdrücklich stellte der Ortsvorsteher fest: „Wichtig ist uns, wir wollen nicht ärgern sondern sanft darauf hinweisen.“ Im Interesse aller wünscht sich der Ortschaftrat: „Machen Sie mit, Ihren Mitmenschen zuliebe.“
 
 
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Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   31.08.2014
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