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Bella Italia – magnifico Dilsberger Kantorei
Burgserenade begeisterte mit Musik, Gesang und Texten
2. August 2014
 
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Ganz im Zeichen italienischer Musik stand die diesjährige „Burgserenade“ der Dilsberger Kantorei. Im historischen Ambiente der Naturbühne an der Burgruine Dilsberg wartete ein niveauvolles und unterhaltsames Konzert, das humorvoll präsentiert wurde. Selbst das Wetter ließ sich vom Charme der italienischen Klänge verzaubern, lieferte punktgenau bis zur geforderten Zugabe einen lauen Abend und entlud unmittelbar danach seine Spannung in einem Sommergewitter. Doch das nahmen sowohl die Besucher als auch die Musiker nach einem zauberhaften Abend gerne in Kauf.
 
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Der 1989 in Dilsberg gegründete Chor unter der Leitung von Markus Karch ist heute ein regionaler Konzertchor mit Sitz in Heidelberg, der sich weit über die Grenzen des Rhein-Neckar-Dreiecks hinaus mit seinem weitgefächerten Repertoire an kirchlichen wie weltlichen Werken einen Namen gemacht hat.
 
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Längst hat sich die Qualität der Kantorei herumgesprochen und die jährliche Burgserenade ist ein beliebter Treffpunkt für Musikfreunde und -kenner. Daneben bietet ein familienfreundliches Konzept, bei dem ein ungezwungenes Kommen und Gehen möglich ist, auch jungen Familien die Möglichkeit zur Teilnahme. Vom zeitunabhängigen Kommen machte manch einer Gebrauch, vom vorzeitigen Gehen hingegen weniger, denn das Programm sprach alle Generationen an und bot einen musikalischen Querschnitt vom Feinsten.
 
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„Italia, amore mio“, ein Lebensgefühl das der gemischte Chor facettenreich umzusetzen wusste, der mit Beiträgen aus der Renaissance sowie Volksliedern, vom Tango bis hin zu berühmten Opernarien und Schlagern begeisterte. Starke Stimmen erfüllten das Rund und sorgten mit faszinierenden Tempiwechsel für melancholische oder leidenschaftliche Gefühle.
 
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Dazu gesellten sich vielsagende italienische Texte, welche die Malerin und Lyrikerin Gudrun Schön-Stoll ausdrucksvoll in deutscher Sprache rezitierte: „Hinweg mit der Traurigkeit, denn die Liebe gibt so viel Gutes.“ Mit der Hymne an die Frau, „Un Inna alla Donna“, entfachten Musik und Text feurige Gefühle: „Du bist das Feuer allen Glanzes, die wahre Glut.“
 
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Begleitet wurde der Chor wieder von einem exzellenten Orchester, das mit beschwingter Leichtigkeit und mitreisendem Temperament begeisterte. Einen besonderen Stellenwert gaben die Italiener der Violine, ein Instrument mit dem Maria Karch das Publikum zu fesseln wusste. Mit dem weichen harmonischen Klang auf der Klarinette faszinierte Heike Hollborn. Dazu gesellten sich Stefan Knust (Cello), Christian DellAndrea (Kontrabass) und Arthur Adler (Percussion) und rundeten ein Klangerlebnis ab das restlos begeisterte.
 
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Am Piano begleitete Markus Karch die Musiker, der alle instrumentale Vor- und Zwischenspiele selbst komponiert und seinen Chor souverän dirigierte. Klangvolle und rhythmische Übergänge sorgten für eine zauberhafte Stimmung, ein Genuss den sich selbst die Fledermäuse nicht entgehen ließen, die eine Extrarunde um die Burgruine drehten.
 
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Ausdrucksvoll und unterhaltsam führte Michael Mende durch das Programm, der als leidenschaftlicher Schauspieler Informationen auf humorvolle Art gekonnt präsentierte. Als „Muttersprachler“ übernahm Ferdi Abbate die italienischen Liedtexte, welche der Amateurschauspieler aus Ladenburg neben kleinen Geschichten zur Auflockerung beisteuerte.
 
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Ein grandioses Finale zündete dann ein musikalisches Feuerwerk bekannter Melodien, das unter anderem der „Italia-Rapp & Sole mio“, „Volare“ sowie ein bewegender „Gefangenenchor“ aus Nabucco krönte.
 
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Auf den Reiz der italienischen Musik angesprochen schwärmte Markus Karch: „Das ist eine vielschichtige große Kultur und gilt im klassischen Repertoire als das Musikland. Vom Text her ist alles ein wenig Rosa gefärbt, das heißt etwas glücklicher.“ Der Höhepunkt des Abends war für ihn jedoch das Wetter, denn kaum war der letzte Ton erklungen fielen die ersten Regentropfen. Es hat schon ein besonderes Flair die Burgserenade als stimmungsvolles Open-Air-Konzert zu genießen, was der langanhaltende Applaus zum Ausdruck brachte.
 
Eine kleine Kostprobe mit italienischen Klassikern.
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   03.08.2014
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