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Wunderland - ein Blick hinter die Kulissen
Ein starkes Team im Einsatz für „Alice“
Juli 2014
 
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Bevor es auf die Bühne geht, steht für die Darsteller der Gang in die Maske an. Ab 15 Uhr geht es hier rund und das routinierte Stammteam mit Michaele Emmerich, Claudia, Sandra und Janina Kücherer sowie Manuela Wesch und Waltraud Kell hat mit den Hauptdarstellern alle Hände voll zu tun. Sie beherrschen nicht nur diverse Schminktechniken, sondern verstehen es auch geschickt mit aufkommender Nervosität umzugehen. Unterstützung erhalten sie von Kaija Winter, Nadja Heuser und Sonja Mann, die im Nebenraum unzählige Pilze, Blumen und Spielkarten schminken.
 
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Aus der Maske geht keiner raus, wie er reingekommen ist, die Wandlung der Kidz ist phänomenal. Bei dieser Aufführung sind keine einfachen Masken mit Rouge gefragt, sondern fantasievolle Gesichter. Kreativ wird hier mit viel Glitzer und Neonfarben ebenso gezaubert wie mit Bartkleber und roter Haarfarbe und das Ganze geschieht beeindruckend professionell und mit unglaublicher Geduld.
 
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Zu einem perfekten Styling gehört eine prächtige Mähne und das ist ein Part um den sich die BB-Kidz gegenseitig kümmern. Gemäß der Devise „einer für alle, alle für einen“ werden Haare mit dem Lockenstab pfiffig in Form gebracht oder im Haarschopf „Katzenohren“ dezent befestigt oder mit einer Engelsgeduld Haare geflochten.
 
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Traumhafte Gewänder und fantasievolle Kostüme ziehen im Wunderland die Blicke auf sich und unterstreichen sagenhafte Auftritte. Mit Herzblut und einer Perfektion bis ins kleinste Detail entwarf Uschis Ess traumhaft schöne Roben. Beispielsweise die Pilzhüte, in die sie sogar Lamellen einnähte. Vor jeder Aufführung lässt sie ihren kritischen Blick über die Kostüme der Darsteller streifen und richtet sie so lange bis alles korrekt sitzt. Erst wenn sie zufrieden ist geht es hinaus auf die Bühne.
 
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Über die neue Tonanlage gerät André Wolf ins Schwärmen: „Sie ist kompakter, leichter aufzuhängen, komplett wasserdicht, besitzt ein hohes Klangvolumen, ist durch Digitalendstufen besser einstellbar - kurzum eine Investition die sich gelohnt hat.“ Zusammen mit Simon Emmerich und Alex Stieg bedient er die Anlage. Übrigens, wie zu erfahren war sind die Boxen hochseetauglich, denn sie wurden auch auf dem Kreuzfahrtschiff „AIDA“ verbaut.
 
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Den „Masterplan“ für die Beleuchtung stellte wieder Benjamin Zeidler zusammen.  Er kaufte ein paar neue Scheinwerfer, Spiegelkugeln und versteckte in den Bäumen  Spezialeffekte, mit denen er das Bühnengeschehen glanzvoll ins Licht setzt. Bei der Installation unterstützte ihn André, denn der Student reist jeden Freitag extra aus Köln direkt zu den Aufführungen an, steuert die Lichtanlage, sorgt mit Pyrotechnik für überraschende Momente und fährt am Sonntagmorgen wieder zurück. Daneben drehte er bei der Generalprobe einen faszinierenden Werbefilm von „Alice“, ein Link der auf „Facebook“ innerhalb von 2 Tagen 3.500 Mal gesehen wurde - rekordverdächtig.
 
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Ein neues Gesicht lässt sich mit Markus Gaa in der Bühnentechnik entdecken. Ihn trifft man überall an, wo Hilfe und praktische Lösungen gefragt sind. Ein Allrounder, der mal reinschnuppern wollte und bereits unentbehrlich ist. Was ihm bei der Burgbühne gefällt? „Die Atmosphäre ist hier einfach toll.“ Früh übt sich was ein Meister werden will und mit Linus Gaa steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern.
 
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Was wäre eine Theateraufführung ohne Musik? Mit Nicolai Sommer hat die Burgbühne eine optimale Besetzung, der für jede Szene eine passende Begleitmelodie findet. Geschickt unterstreicht er spannende Momente, untermalt Umbauphasen, arrangiert und spielt Melodien ein. Beim Schlusslied „Dream a Little Dream of Me“ begleitet er die Schauspieler auf der Gitarre und sorgt für große Gefühle.
 
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Viele Requisiten entstanden bei gemeinsamen Bastelaktionen vor oder nach den Proben. So wurde beispielsweise aus alten Zeitungen, Tapetenkleister und Farbe effektvolle Bühnendeko oder einfache Gartenstühle verwandelten sich in kunstvolle Sitzgelegenheiten. Die Freude ist dann entsprechend groß, wenn das künstlerische Resultat „Marke Eigenbau“ auf der Bühne zur Geltung kommt. Gemeinsam macht halt alles viel mehr Spaß, das sieht der erste Vorsitzende Markus Winter genauso, der sich für keine Arbeit zu schade ist und kräftig mit anpackt.
 
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Wer viel arbeitet verbraucht Energie und der Hunger meldet sich zu Wort. Das ist ein Fall für Katharina Dreschert, die sich rührend um das leibliche Wohl kümmert. Wenn sie das Gelände betritt und nach den Proben oder in der Pause ihre Behälter auf den Tisch stellt, dann huscht ein Strahlen über die Gesichter. Sie ist es gewohnt für eine große hungrige Meute zu kochen und verwöhnt die Kidz mit leckeren Gerichten. Und man sieht es ihnen an, wie gut es schmeckt.
 
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Die Entwicklung der Darsteller auf der Bühne ist unübersehbar, hinter den Kulissen jedoch ist die Erfahrung der „alten Hasen“ nach wie vor gefragt. Sei es beim Krawatte binden oder bei der Betreuung, die bei Esther Pieper wieder in professionellen Händen liegt. Ein herzliches Willkommen gilt den Besuchern an der Abendkasse und beim Einlass. Nicht nur beim Kartenkauf sondern auch als kompetente Ansprechpartner stehen Ursel Ohlhauser, Corinna van Soldt, Julia Oemler und Annegret Boehner für die Theaterbesucher zur Verfügung.
 
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Das tolle Ambiente der Theaterklause hat sich mittlerweile herumgesprochen und so füllt sich das Areal bereits am frühen Abend. Ab 18 Uhr können die Besucher an den einladend dekorierten Tischreihen Platz nehmen oder den traumhaften Blick ins Neckartal und nach Neckarsteinach genießen. Auf dem schönen Platz, umrahmt vom historischen Ensemble  Kommandantenhaus, Burgruine, Wasserturm und katholischer Kirche, trifft man sich in gemütlicher Runde vor der Aufführung ebenso gern wie in der Pause oder zum Abschluss.
 
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Der illuminierte Sektstand verspricht einen spritzigen Abend und kredenzt stilvoll im eisgekühlten, mit Blüten geschmückten Sektkübel einen edlen Tropfen. Zur Auswahl steht ein weißer frischer Brut oder ein aromatischer Sommersekt als Rosé. Am besten man probiert beide. Doch gleichgültig auf welchen die Entscheidung fällt, ein genussvolles Vergnügen ist garantiert.
 
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Auch die Verpflegung kommt nicht zu kurz. Das eifrige Helferteam unter der fachmännischen Leitung von Ursula Röder-Huber bereitet wieder leckere Gerichte zu und hält erfrischende Getränke bereit. Hier sind erfreulich viele Eltern der Schauspieler im Einsatz und helfen der Burgbühne.
 
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Neben Quarkbrot, Käsespieß, heiße Wurst und Pommes, gibt es auch die heiß begehrte „Rose“ wieder. Diese frisch frittierte Süßspeise ist auch in diesem Jahr ein Renner und schmeckt mit Puderzucker bestäubt einfach unwiderstehlich.
 
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Dank des Bonkarten-Systems wird man an allen Ständen schnell bedient, so wie hier am Getränkestand. Erstmals erleichtert eine Industriespülmaschine den Helfern ihre Arbeit. Keine Sorge, eine Schlange formiert sich nur bei der „Rose“ und den Pommes, denn die schmecken eben nur frisch zubereitet. Hier ist ein klein wenig Geduld vonnöten, doch wer sie einmal gekostet hat, der wartet gern darauf.
 
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Die BB-Kidz sind wie eine große Familie, alle ziehen an einem Strang. Gemeinsam mit den vielen Helfern im Hintergrund kennen sie nur ein Ziel und das heißt „Alice im Wunderland“. Die Darsteller haben ihr persönliches Wunderland gefunden, kommen auch Sie und genießen einen unvergesslichen Theaterabend auf der Burgbühne.
 
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15 Minuten dauerte der Sturm am Sonntagabend, 6. Juli, der das Areal der Theaterklause kräftig durcheinanderwirbelte und einen erheblichen Sachschaden hinterließ,  ein Großteil der Bewirtungshütten und drei Zelte wurden komplett verwüstet.

Dank der tatkräftigen Hilfe von verschiedenen Seiten konnten die Spuren umgehend beseitigt und alles wieder so hergerichtet werden, dass die Burgbühne für das letzte Aufführungswochenende gerüstet ist. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie man zusammenrückt, wenn Not am Mann ist.“, teilte der bewegte erster Vorsitzende Markus Winter mit, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an die Helfer.  
 
Dennoch bleibt ein finanzieller Schaden, der nach ersten Schätzungen mindestens 5000,- € beträgt. Wie die Burgbühne inzwischen erfahren hat, wird dieser jedoch nicht von der Versicherung übernommen, da es sich um "Naturgewalt/Sturm" handelt. Die Vorstandschaft startete deshalb einen Spendenaufruf: „Um letzten Endes für unsere Kidz dennoch ein positives Spielergebnis zu haben und evtl. auch wieder einen Theaterworkshop im Herbst durchführen zu können, würden wir uns über Unterstützung in Form von Spenden freuen.“ Diese können bei den Aufführungen am 11. und 12. Juli direkt an der Abendkasse in die BB-Kidz-Spendenkasse eingeworfen oder auf eines der unten genannten Konten mit Betreff „Sturmschaden“ überwiesen werden.
 
Bankverbindung: Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE21672500200007013507 - BIC: SOLADES1HDB Volksbank Neckartal 
IBAN: DE38672917000007059000 - BIC: GENODE61NGD

Besuchen auch Sie eine der beiden letzten Aufführungen und erleben sie das große Potenzial der jungen Darsteller, die sich am Ende mit dem WM-Song „Auf uns“ von Andreas Bourani vorstellen. Der Text passt perfekt zu dieser Truppe und gewinnt mit Sätzen wie „wir lassen keinen im Regen stehen“ oder „hier geht jeder für jeden durchs Feuer“, jetzt eine ganz besondere Bedeutung. Die BB-Kidz lassen sich nicht unterkriegen und bezaubern noch zwei Mal mit ihrem sprühenden Temperament und heißen Sie herzlich willkommen zu „Alice im Wunderland“.
Bilder Sturmschaden: Benjamin Zeidler
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   09.07.2014
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