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„Macht weit die Pforten in der Welt“
Musikalische Adventsvesper zur Dilsberger Weihnachtsmeile
7. Dezember 2013
 
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Im Rahmen der Dilsberger Weihnachtsmeile fand in der Katholischen Kirche St. Bartholomäus eine musikalische Adventsvesper statt. Ein kirchliches Abendgebet, bei dem das Lied „Macht weit die Pforten dieser Welt“ im Mittelpunkt stand, zu dem der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Marek Jaworek, herzlich begrüßte.
 
Das Ensemble,  Andreas Kolo und Walter Sielski (Trompete), Christoph Krüger (Orgel/Pauken) und Winfried Schouwink (Orgel), bestand aus Musikern die sich von gemeinsamen Konzerten kennen und spielte nicht zum ersten Mal auf dem Dilsberg. Die Trompeter übernahmen das Vorspiel in das die Orgel einstimmte und die Besucher zum Mitsingen bewegte. Adventslieder besingen die Ankunft Gottes bei den Menschen, sie bringen Licht in die Finsternis und wenn es Licht gibt, werden Missstände aufgedeckt.

Missstände die von zwei Sprechern eindrucksvoll im Dialog aufgegriffen wurden. Wilfried Schouwink rezitierte den Text des bekannten Kirchenliedes, mit feinem Gefühl für Rhythmus und Würdigung des Sinnes, als sich aus den Bankreihen ein Mann erhob und widersprach. Kamaldev Singh zweifelt das eben Gehörte an. Erregt erinnert er an 19.372 junge Leute die im Mittelmeer ertrunken oder verschollen sind, weil sie versuchten an die Türen einer besseren Welt zu klopfen, die ihnen verschlossen blieb. „Das geht doch nicht, das ist Geschichte.“, ruft ihm der erste Sprecher entgegen. Doch der zweite interpretierte aus dem 25 Kapitel von Matthäus: „Was ihr den Ärmsten meiner Brüder verweigert habt, das habt ihr mir verweigert.“ Provokativ fragte er: „Stellt euch vor, einer von den jungen Leuten wäre Jesus gewesen.“ „Peinlich! Das passt jetzt gar nicht in unsere weihnachtliche Vesper.“, bekennt der erste Sprecher, der über das Gehörte erst nochmal nachdenken muss.  
 
Eine Nachdenklichkeit die auch die Besucher erfasste, während sie den einfühlsamen Klängen des Ensembles lauschten. Nach „Trumpet Voluntary“, eine Komposition mit improvisatorischem Charakter, die mit Orgel und Trompeten das Kirchenschiff erfüllte, las Marek Jaworek den Psalm 24. Mit klanggewaltiger Intensität bereicherten Paukenklänge Händels „Gigue & Aire“, aus der Wassermusik für Trompete und Basso continuo. Am Ende einer besinnlichen Vesper wurde um Spenden für die Glockensanierung der Kirche in Mückenloch und für die medizinische Nothilfe Mali gebeten, ein Hilfsprojekt für das Christoph Krüger zusammen mit Freunden Geld für Medikamente und Nahrungsmittel sammelt.
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Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   09.12.2013
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