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„Die Abenteuer des Monsieur Sax“ faszinierten Klein & Groß
Open-Air Familienkonzert im Hof des Kommandantenhauses Dilsberg
21. Juli 2013
 
 
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„Heute geht es um euch Kinder, heute ist die Bühne eure Aktionsstätte.“, stellte Verwaltungs- und Schuldezernent Hans Werner fest und begrüßte im Rahmen der 24. Kreiskulturwoche zu einem Familienkonzert im Hof des Kommandantenhauses auf dem Dilsberg. Die ersten Reihen waren für die Kinder reserviert, die es sich auf Sitzkissen direkt vor der Bühne bequem machten.
 
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Unter den Erwachsenen waren keineswegs nur Eltern anzutreffen, denn die spannende musikalische Entdeckungsreise des Monsieurs Sax im zauberhaften Ambiente des Dilsberger Kommandantenhauses war auch für große Musikfreunde ein Genuss.
 
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Die Kinderkonzertrevue wurde von dem in Hannover geborenen Chansonnier und Schauspieler Martin Heim zusammen mit „Pindakaas Saxophon Quartett“ 2005 entwickelt und unter der Regie von Thomas Philipzen aufgeführt. Bunt und fröhlich inszeniert, kindgerecht und faszinierend dargeboten wird die Lebensgeschichte von Adolphe Sax sowie die Erfindung der Saxophonfamilie erzählt.
 
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Thematisiert werden Mut und Durchhaltevermögen sowie sozialer Niedergang und Scheitern. Gefühlsvoll und hinreißend spielte Martin Heim den Enkel des Erfinders. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie verzauberten Marcin Langer (Sopran-, Altsaxophon, Flöte), Guido Grospietsch (Alt-, Tenorsaxophon, Flöte), Anja Heix (Tenorsaxophon, Oboe, Flöte) und Matthias Schröder (Baritonsaxophon, Klarinette)  mit eigenen Bearbeitungen von klassischen Werken sowie Pop, Jazz und Filmmusik. Die gefragten Musiker werden als außergewöhnliche Grenzgänger der klassischen Musik international gefeiert.
 
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Die Künstler nahmen das Publikum mit auf eine Reise ins Jahr 1814, wo der schrullige Erfinder Adolphe Sax in einem Haus voller Musik aufwuchs. Stets auf der Suche nach neuen Erfindungen erblickt in seiner Werkstatt ein neues Instrument das Licht der Welt. Dringend sucht er einen Namen für sein „Baby“, ein Holzblasinstrument aus Blech und nennt es Saxophon.
 
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Vom Klang begeistert baut er große und kleine Instrumente, eine richtige Familie für hohe, mittlere und tiefe Töne. Um seine Erfindung bekannt zu machen reist er nach Paris, doch es dauert eine ganze Weile bis der König auf seine Erfindung aufmerksam wird und es für seine Militärkapellen haben will. Er bestellt hundert Instrumente, so dass Sax Mitarbeiter einstellen und in Serie bauen muss.
 
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Er wird ans Pariser Konservatorium und dann an die Pariser Oper gerufen, lernt seine Frau kennen, zieht in eine Villa und bekommt viele Kinder. Doch mit dem Erfolg kommen die Neider und machen ihm den Erfolg streitig, er klagt und verliert sein Vermögen. Am Ende muss er seine geliebte Instrumentensammlung verkaufen und stirbt arm und verbittert.
 
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Doch Todgesagte leben bekanntlich länger, Musiker schreiben eine neue Musik und mit Ragtime bricht die Zeit des Saxophons an. „Adolphe Sax würde im Grab bestimmt den Takt mit seinem Fuß mitwippen.“ Seine Lebensgeschichte zeige, dass man die Hoffnung nicht aufgeben darf.
 
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„Jetzt ist die Show zu Ende, vielleicht hat es euch gefallen, vielleicht hat es euch Spaß gemacht?“ Ein restlos begeistertes Publikum beantwortete diese Frage mit tosendem Applaus und Bravo-Rufen. „Gutes Kindertheater erkennt man daran, wenn sich Erwachsene nicht langweilen.“, teilte Martin Heim auf Nachfrage mit und das war auf dem Dilsberg eindeutig der Fall.
 
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Das Open-Air Familienkonzert bescherte Klein & Groß ein faszinierendes Erlebnis und von vielen Besuchern war am Ende zu hören: „Fortsetzung erwünscht.“
 
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Bereits am Samstagabend startete die 24. Kreiskulturwoche und bescherte in Kooperation mit der Popakademie Mannheim einen traumhaften Abend mit der Mannheimer Band „marie & the redCat“ und Lead-Sängerin Irene Claussen mit ihrer Band „Señorita“. Bei beiden Veranstaltungen übernahm das Team vom 1. FC Dilsberg die Bewirtung und kümmerte sich um das leibliche Wohl. In den traditionellen Vereinsfarben schwarz/gelb bewältigten sie stilvoll und gekonnt den Ansturm, was bei sommerlichen Temperaturen geschätzt wurde.
 
Bilder: bz
Text: boe
23.07.2013
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