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Singer/Songwriter-Szene traf sich auf dem Dilsberg
Starke Songs und tolle Stimmung beim 1. Half-Open-Air-Konzert im TAK
7. und 8. Juni 2013
 
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Das Dilsberger Theater am Kamin (TAK) ist immer gut für neue Ideen und lud zum 1. Half-Open-Air-Konzert ein. Das Wetter war optimal, ein lauer Sommerabend und die untergehende Abendsonne leuchtete Wohnzimmer und Balkon der Gastgeber Yvonne und Axel Bedbur mit ihrem glutroten Licht aus. Das TAK war Treffpunkt für die Singer/Songwriter-Szene aus dem Rhein-Neckar-Raum. Sechs Formationen und 13 Musiker, die an zwei Abenden mit ihrem swingenden Sound und starken Texten ein mitreißendes Sommerkonzert boten.
 
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In Zusammenarbeit mit der Künstleragentur und Medienproduktionsfirma Onkel Lina, Heidelberg und dem Burgcafé „Pippifax“, Dilsberg, ließ sich die Idee in kürzester Zeit realisierten und die Musiker von Darmstadt bis Stuttgart wurden zusammengetrommelt. Half-Open-Air, halboffen, so präsentierte sich das TAK, die jungen Künstler hingegen öffneten sich ganz für ihr Publikum, das sich im Wohnzimmer oder auf dem Balkon von den Beiträgen inspirieren ließ.
 
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Eine Premiere war es auch für das Gitarren-Duo „Fake Leather“, Alex und Simon. Beide sind bereits mit diversen Formationen aufgetreten, jedoch das erste Mal als Duo. In Anspielung auf ihren Namen, zu Deutsch Kunstleder, befürchteten sie beim Einspielen: „Heute werden wir gegerbt!“
  
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Doch das Acoustic Songwriter Duo bezauberte von Beginn an mit wunderschönen Melodien und Texten. Mit lockeren Überleitungen stellten sie ihre Titel wie „Bridge“ oder „Turn“ vor und eine Besucherin schwärmte: „Die erinnern mich an Simon & Garfunkel.“ Und Musikerkollege Bär bekannte: „Das war Klangmassage, zusammen mit der Sonne habe ich das richtig genossen.“
 
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Dominik Bär war kein Unbekannter im TAK und schwärmte: „Ich liebe die Wohnzimmeratmosphäre.“ Er hatte ein Programm zusammengestellt das man mit anderen zusammen aber auch allein spielen kann und freute sich, dass ihn Doro am Cello begleitete. Er komponiert, textet, singt, spielt Gitarre und übernimmt mit flottem Fuß auch die Percussion. Seine Texte erzählen vom Leben, wie es ist und wie es sein sollte, über Freude, Trauer, Hoffnung und Liebe.
 
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Dazu kommen einprägsame Melodien mit lockeren Grooves, die das Cello effektvoll unterstreicht. Kritisch und engagiert fordert er in „Wildnis“ zur Umkehr auf, weil ansonsten die Bäume vor lauter Beton keine Luft mehr bekommen. Ein eindrucksvoller Song, der zum Nachdenken anregt und nicht nur beim Gastgeber für Gänsehautfeeling sorgte: „Wildnis geht rein!“
 
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Mit Texten aus dem Leben und leisen, eindringlichen Melodien im Wechsel mit schnellen impulsierenden sorgten „Lilou & Band“ für große Wellen. Die junge Künstlerin verarbeitet viel Autobiografisches in ihren Songs. Zusammen mit Steffen (Schlagzeug), Joe (Keyboard) und Alex (Gitarre) verzaubert sie aus Versehen, singt unbeschwert über große Gefühle und den perfekten Moment.
 
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Ihr Lieblingssong „Kojote“ geht unter die Haut und begeisterte auch im TAK das Publikum. Zum Abschluss sang sie mitten im Raum über ihr Sternzeichen „Gemini“, zwei Gesichter die der Zwilling in ihr verliert und allen auf der Nase tanzt.
  
 Samstagabend
 
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Aus Ludwigshafen kündigte der Gastgeber „Die Felsen“ an und versprach: „Ihre Texte sind wie Quellwasser, offen und klar.“ Ihren Stil bezeichnen sie als lyrische Rockmusik und damit trafen sie den Geschmack der Zuhörer. Eigentlich stehen vier Felsen auf der Bühne, aus Platzgründen trat im TAK mit Tim (Gesang/Gitarre) und Frank (Piano) die abgespeckte Version auf, jeder gab das Doppelte und so passte es bestens.

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Die lässige, nüchterne Melancholie von Sänger Tim erinnerte ein wenig an den jungen Udo Lindenberg, erfrischend ergänzt mit starken Pianoklängen. In der „Stille der Nacht“ tanzten sie barfuß im nassen Gras, erfrischten das Publikum mit ihrem Auftritt und verabschiedeten sich schmissig mit „Blut und Bier auf dem Klavier“.
 
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Sein Name lässt irisch/schottische Vorfahren vermuten, doch Perry O´Parson stammt aus Karlsruhe und trägt sein Herz auf der Zunge. Seine melancholischen Songs klingen nach Highways, Wüstenkneipen und Freiheit. Seine angenehm raue Stimme erinnert an Cat Stevens und lädt zum Träumen ein.
 
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Sein melodiöses und ausdrucksvolles Gitarrenspiel ergänzt er hin und wieder mit der Mundharmonika. Mit Songs wie „So Cold The Night“ bestätigte er sein Image als großartiger Erzähler. Die ruhige Stimmung und traumhafte Balladen begeisterten. In den Applaus stimmten die Vögel im Garten mit freudigem Gezwitscher ein.
 
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Mit wunderbaren Melodien und originellen Texten aus dem Leben rundete „Bischler mit Herrn Weber am Piano“ das bunte Programm ab. Der Hausherr dankte Patrick Bischler für die schnelle und unkomplizierte Organisation der Veranstaltung. Am Piano spielte nicht wie angekündigt Herr Wacker, sondern mit Frederic Weber ein virtuoser Ersatzpianist, der sich mit Bischler blind verstand.
 
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Mit charmanten und humorvollen Überleitungen stellte er seine Balladen vor und sang von der fehlenden inneren Beständigkeit, dass immer nur Beschweren nicht hilft und stellte fest, alles was wir brauchen ist mehr Zeit. Liebeslieder könne man eigentlich nur in englischer Sprache singen, da die Texte in Deutsch leicht peinlich klingen. Mit „Hier bei dir“ bewies er, dass es auch anders geht. Der Perfektionist begeisterte mit einer  markanten Stimme, filigranen Kompositionen und sensiblen Botschaften.
 
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Das 1. Singer-Songwriter-Festival im TAK traf den Geschmack des Publikums. Es war ein besonderer Genuss die Vielfältigkeit der Musiker hautnah zu erleben und das atmosphärische Ambiente zu genießen.
 
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   09.06.2013
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