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Weltgebetstag thematisiert Problematik und ermutigt zum Kennenlernen
1. März 2013
 

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst wird jedes Jahr am ersten Freitag im März in über 170 Ländern der Weltgebetstag (WGT) gefeiert. Die Liturgie zu aktuellen Themen schreiben jedes Jahr Frauen aus einem anderen Land, dieses Mal aus Frankreich. Das Vorbereitungsteam, dem Dilsberger und Mückenlocher Frauen beider Konfessionen angehören, vertiefte das zentrale Motto „Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen“ und ermutigte zum gegenseitigen Kennenlernen. In der katholischen Kirche Dilsberg begrüßte Angelika Herbold die Besucher zu einem informativen Gottesdienst.
 
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Zu französischen Klängen zog das Vorbereitungsteam in die Kirche ein und entzündete an der Osterkerze die Weltgebetstagskerze für die vier Kirchengemeinden.
 
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Bunte Schals in den Farben des Titelbildes symbolisierten das WGT-Motto und die Vielfalt der Herkunft der Frauen, ein grauer Schal die fremde Frau und ein weißer Schal die Stimme Gottes.
 
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Die Geschichte verschiedener Frauen griff das Motto auf. Ursula Rumpf stellte das ausrichtende Land vor, das vielen durch Urlaub, Schüleraustausch oder Städtepartnerschaften bekannt sei, weniger jedoch seine Überseedepartements und -territorien. Trotz Kinderfreundlichkeit verdienen Frauen bei gleicher Arbeit ein Fünftel weniger und sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen. Frankreich ist seit Jahrhunderten Ziel von Einwanderinnen, die bei gleicher Qualifikation doppelt so häufig arbeitslos sind als Einheimische.
 

Probleme die auch unsere Region betreffen, was sie anhand des Beispiels „Asylantenheim Walkmühle“ in Neckargemünd verdeutlichte. Die Lehrerin erhielt einen Lehrauftrag ältere Kinder von Asylanten zu unterrichten. Weit abgelegen von der Stadt lebt in vier Zimmern jeweils eine Familie mit bis zu fünf Personen. Arbeiten dürfen sie nicht, der Kontakt zur deutschen Bevölkerung und Abbau der sprachlichen Probleme sei bedingt durch die räumliche Distanz schwierig. Im Arbeitskreis Asyl setzen sich Menschen ehrenamtlich ein und geben Hilfe zur Selbsthilfe.

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Zum Lied „Laudate Dominum“ lud Annette Armitter die Besucherinnen zu einem Tanz im Kirchengang ein, nach dem Motto „Komm sei mir willkommen“.
 
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Die Lesung aus dem 3. Buch Mose, Levitikus, wurde als Anspiel in Szene gesetzt. Gott sprach zu Mose und der wiederholte seine Aufträge. Dazu erzählten Frauen mit welchen Hoffnungen sie in die Fremde kamen und wie die Realität aussah.
 
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Anhand einer Waage symbolisierten Frauen, welche Kenntnisse für einen Arbeitsplatz wichtig sind und obwohl man diese Kriterien erfüllt, der afrikanisch klingende Name und die schwarze Hautfarbe den Ausschlag zur Ablehnung geben.
 
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Aussagekräftige Lieder bereicherten den Gottesdienst, der zum Nachdenken anregte und ermutigte. Musikalisch begleiteten Anna-Katharina Brox (Querflöte) und Annegret Berroth (E-Piano) die Lieder, welche durch den Wechsel von Moll in Dur den positiven Schluss charakterisierten. Passend dazu zeigten Beispiele wie sich die Tür öffnet für ein positives Miteinander.
 
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Das Titelbild der in der Schweiz geborenen und in Frankreich lebenden Künstlerin Anne-Lise Hammann Jeannot stellte Iris Jammernegg vor. Das abstrakte Bild zeigt eine graue, aufrecht gehende Frau. Ein helles Licht hole die Frau aus ihrer Dunkel- heit und die warmen Farben um sie herum setzen positive Zeichen. Links oben ein Profil und gegenüber eine Kraftquelle, die Mut mache aufzubrechen oder ein Licht sei, das den Weg zeige wohin es gehe.

 




Quelle Bild und Portrait Anne-Lise Hammann: www.weltgebetstag.de
 
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Der Weltgebetstags-Gottesdienst zeigte viele Wege und führte die Frauen zusammen. Angelika Herbold dankte den Beteiligten für ihr Engagement und lud zu kulinarischen, landestypischen Genüssen ins Pfarrzentrum ein. Mit den Spenden für das Buffet sollen die Kinder aus der Walkmühle unterstützt werden.
 
Text: boe
Bilder: bz
02.03.2013
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