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Holzernte zum Schutz der Straße und Bewohner
Umgestürzte Bäume durch aufgeweichten Boden und Windböen
4. Februar 2013
 
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Zur Herstellung der Verkehrssicherheit wurde angekündigt die K 4101 wegen Holzerntemaßnahmen am 4. und 5. Februar 2013 zwischen 8 und 16 Uhr für den gesamten Verkehr zu sperren. Der Leiter des Forstbezirks Odenwald vom Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises, Manfred Robens, informierte Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann frühzeitig über die Sperrung. Er wies darauf hin, dass es sich hier um keine normale Holzernte handle, sondern die Maßnahme dem Schutz der Straße sowie der Bewohner diene.
 
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Auslöser für diese dringend notwendige Maßnahme war das plötzliche Tauwetter und die starken Niederschlägen der letzten Tage, die den Waldboden stark aufweichten. Dadurch brachten die Windböen der vergangenen Nächte im Steilhang oberhalb der K 4101 teilweise Bäume zum Umstürzen oder destabilisierten sie.
 
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Hier war die Verkehrssicherheit gefährdet, weshalb die Polizei das Forstamt informierte. Bei der Begutachtung vor Ort fiel insbesondere eine kleine „Bauminsel“ auf, die instabil war und entfernt werden musste. Davon war ein Baum besonders stark betroffen, der umgehend durch Drahtseile gesichert wurde. Nach einer schnell eingereichten Genehmigung beim Straßenbauamt konnten die Arbeiten beginnen.
 
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Erst im April 2012 führte das Forstamt auf demselben Areal eine klassische Durchforstung durch und eine Spezialfirma entfernte Überhänge sowie gefährliche Bestände. (siehe Bericht) Diese zwingend notwendige Aktion ließ damals zum Teil auch kritische Stimmen laut werden, die sich mit der umfassenden Rodung nicht anfreunden konnten. Befürchtungen wurden geäußert, dass der Wind nun leichtes Spiel habe. Im Gespräch mit Forstbezirksleiter Robens stellte sich jedoch gerade das Gegenteil heraus. „Die damalige Maßnahme, welche ebenfalls dem Schutz diente, war nicht ausreichend genug. Wir wollten vereinzelte Bäume stehen lassen, um die landschaftliche Kulisse zu erhalten.“
 
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Die Arbeiten auf dem rutschigen Steilhang sind sehr gefährlich und erfordern für diese Maßnahme von den Arbeitern höchste Konzentration. Die Straße musste deshalb auch für den gesamten Verkehr, einschließlich Fußgänger und Radfahrer voll gesperrt werden.
 
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Die gerodeten Bäume wurden mit der Seilwinde auf die K 4101 gezogen und der Baumschnitt zur Weiterverwertung zunächst hinter den Leitplanken gelagert und zur späteren Energiegewinnung gehäckselt wird.
 
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„Die Verkehrssicherheit geht vor, da lasse ich nicht mit mir reden.“, begründete  Revierleiter Bernhard Lippert (rechtes Bild Mitte) die Dringlichkeit der Maßnahme und teilte mit, dass der Hang wieder aufgeforstet wird. In Häusernähe sollen Kirsch- und Nussbäumen (Tiefwurzler) gepflanzt und die restliche Fläche mit Buschwerk niedrig gehalten werden.
 
Um der Bevölkerung entgegenzukommen wurden die Haupt-Berufsverkehrszeiten ausgespart und dem Busverkehr, von kurzen Wartezeiten abgesehen, eine planmäßige Nutzung ermöglicht. Erfreulicherweise konnten die Arbeiten bereits am Montag komplett durchgeführt werden, so dass die K 4101 ab 16 Uhr wieder frei befahrbar und die geplante Sperrung am Dienstag nicht mehr erforderlich war.
 
Bilder: bz
Text: boe
04.02.2013   PDF log