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Malaysia stand im Blickpunkt des Weltgebetstags 
2. März 2012
 
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Am ersten Freitag im März wird in über 170 Ländern der Weltgebetstag (WGT) begannen, zu dem jedes Jahr Frauen aus einem anderen Land die Liturgie schreiben, dieses Mal aus Malaysia. Das Vorbereitungsteam von Dilsberger und Mückenlocher Frauen beider Konfessionen setzte mit Kreativität und Begeisterung das Thema gemäß dem Motto des WGT-Komitees „Informiert beten - betend handeln“ um.
 
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In der evangelischen Kirche Dilsberg begrüßte Annegret Berroth von der gastgebenden Kirchengemeinde zu einem Gottesdienst, mit dem Bewusstsein zu der weltweit größten ökumenischen Frauenbasisbewegung zu gehören.
 
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Zu typischen Landesklängen zog das Vorbereitungsteam in die Kirche ein und entzündete die Weltgebetstagskerze an der Osterkerze.
 
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Vom letztjährigen Gastgeber überreichte Angelika Herbold die Kerze an Annegret Berroth und Michaela Conradi entfachte für die katholische Gemeinde Dilsberg, Jana Ihrig für die evangelische Gemeinde Mückenloch und Anna Jaworek für die katholische Gemeinde Mückenloch ihre Kerzen und stellten sie auf den Altar.
 
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Den Frauen in Malaysia gehe es um Gerechtigkeit und das sei auch ein Thema in unserem Land, wie es das Beispiel unangemeldeter Putzkräfte oder Leiharbeiter zeige. Es gehe um gerechte Beziehungen zu den Menschen, denn Gott wolle, dass alle satt werden. „Lasst uns beginnen und steht auf, wenn ihr Gerechtigkeit wollt.“
 
evWeltgebetstag11 An der großen Weltkarte informierte Ursula Kritzer über Malaysia, die Bevölkerung und deren Religionen. Mit knapp 330.000 km2 ist das Land der Vielfalt etwas kleiner als Deutschland und besteht aus zwei Halbinselteilen. 28 Millionen Einwohner, davon 22 Millionen im westlichen Teil, haben als Staatsreligion den Islam und nur 9 Prozent gehören dem Christentum an. Es gebe Toleranz, aber im nebeneinander her leben. Malaysia ist ein reiches Land an Bodenschätzen, weshalb viele Menschen hier Arbeit suchen. Heute zählt es zu den stabilsten Ländern Südostasiens, doch die industrielle Entwicklung geht zu Lasten der Natur und bestimmter Bevölkerungsgruppen. Soziale, politische und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten gebe es vor allem gegenüber den Ärmsten.
  
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Das Titelbild „Justice“ von Hanna Cheriyan Varghese, dem der Bibeltext Micha 6,8 zugrunde liegt,  betrachtete Iris Jammernegg und stellte die Künstlerin sowie ihr farbenfrohes Werk vor, das drei Frauen zeigt die vereint versuchen eine am Boden liegende hoch zu ziehen. Ein Meditationsbild das viele Interpretationen zu lasse und einige Frauen aus dem Vorbereitungskreis unter dem Aspekt nahe brachten: „Mische ich mich ein oder halte ich mich raus? Gott was willst du von mir?“ Mutiges Handeln, aufeinander zugehen, helfen aufzustehen damit Gerechtigkeit wahr wird, diese Themen zogen sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst mit passenden Liedern, die Andrea Stegmann auf dem E-Piano und Nadia Herbold auf der Querflöte begleiteten.
 
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Der Gottesdienst zeigte mit dem Proheten Habakuk, einer namenlosen Witwe und der malaysischen Menschenrechtsaktivistin Irene Fernandez inspirierende Beispiele für beharrlich sein und aktiv werden für Gerechtigkeit. Beispiele, die das Vorbereitungsteam anschaulich umsetzte und Vergleiche nannte was es in unserer Zeit bedeute. So stehe Verbrechen für Mobbing, Unrecht für ungerechten Lohn, Elend für Kinder- oder Altersarmut, Barbarei für sexuellen Missbrauch, Gewalt für Attacken gegen Minderheiten und verdrehtes Recht für skrupellosen Umgang mit Kapital.
 
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Weltweit riefen Christinnen und Christen dazu auf für Gerechtigkeit aufzustehen und ihre Stimme gegen jede Form von Ungerechtigkeit zu erheben, ermutigt durch die Zusage Jesu: „Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.“ Mit dem Lied „Let there be peace on earth“ trugen die Solistinnen Andrea Stegmann und Silke Janisch-Althoff den Traum vom Frieden für die Welt musikalisch vor. Der Gottesdienst endete traditionell mit dem gemeinsamen Lied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“ und im Anschluss trafen sich die Teilnehmer im katholischen Pfarrzentrum zum regen Gedankenaustausch bei einem landestypischen Büffet.
 
Bilder: bz
Text: boe
03.03.2012