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Hintere Reihe v.l.: Bernhard Hoffmann, Rüdiger Ruf, Karlheinz Streib, Jürgen Maurer, Alexander Fischer, Walter Berroth, Lutz Lipski
Vordere Reihe v.l.: Hans Hermann Erles, Stefan Wiltschko, Monika Weinert, Kurt Armitter und liegend die gute Seele der Ortsverwaltung Roswitha Schneckenberger
 
Ohne ihn wäre der Dilsberg ärmer gewesen!
 
Dankbarkeit und Anerkennung prägten Verabschiedung von Stefan Wiltschko
16. April 2012
 
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Nach 33 Jahren als Ortsvorsteher und weiteren drei Jahren als Ortschaftsrat sowie 22 Jahre als Stadtrat, davon 10 Jahre als Fraktionsvorsitzender der CDU sowie zwei Legislaturperioden als Kreisrat beantragte Stefan Wiltschko aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied aus der Politik. In einer besonderen Ortschaftsratsitzung würdigten Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann, Bürgermeister Horst Althoff und die Fraktionssprecher das außergewöhnliche politische sowie menschliche Wirken des engagierten und über die Ortgrenzen hinaus geschätzten Kommunalpolitikers.
 
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Ortsvorsteher Hoffmann blickte auf die Verdienste von Stefan Wiltschko für die Gemeinde Dilsberg in Dankbarkeit zurück. Nachdem er mit 27 Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde, setzte er sich 40 Jahre lang für die Belange der Bürger ein. „Dieser innere Antrieb kam nicht nur aus Dankbarkeit für die Aufnahme Deiner Familie als Heimatvertriebene, sondern aus Deiner inneren Einstellung heraus, für die Menschen Deiner Umgebung da zu sein und ihnen zu dienen.“
 
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Neben seiner politischen Tätigkeit, weckte seine berufliche als Schlossverwalter im Liegenschaftsamt Heidelberg seine historische Neugierde und er verfasste zahlreiche Bücher über Dilsberger Themen. Für die Menschen hatte er stets ein offenes Ohr, Vereine konnten auf seine Hilfe bauen und er leistete eine erfolgreiche Pressearbeit. Dennoch konnte er nicht jeden Wunsch erfüllen und hatte auch die Unzufriedenheit von Bürger zu verarbeiten.
 
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„Heute stehst Du im Mittelpunkt, was Dir nie so ganz recht war.“ Sein Nachfolger dankte ihm im Namen des Gremiums sowie der Bürger für die unendliche Zeit die er den Menschen in Dilsberg geschenkt hatte und überreichte einen Geschenkkorb. Er teilte den einstimmigen Beschluss des Ortschaftsrates mit, dass der vom Obst- und Gartenbauverein neu anzulegende städtische Platz am Knotenpunkt „Linde“ den Namen „Stefan-Wiltschko-Platz“ erhält und auch in Zukunft an den verdienten Kommunalpolitiker erinnert. Dazu gehöre eine Bank, von deren Platz aus man einen wunderbaren Blick auf den Bergkegel habe. „Vielen Dank für Dein außerordentliches Engagement für die Menschen hier in Dilsberg.“ Mit einem Blumenstrauß dankte Ortsvorsteher Hoffmann der Schwester des Geehrten, Margarete Canters, für ihre Unterstützung.
 
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Eine seltene Ehrung, die in den letzten 40 Jahren nur acht Mal verliehen wurde, führte Bürgermeister Horst Althoff durch. Der Gemeinderat hatte einstimmig beschlossen Stefan Wiltschko für seine hervorragenden Dienste für die Gesamtstadt, den Goldenen Ehrenring der Stadt Neckargemünd zu verleihen.
 
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Mit stehenden Ovationen bekundeten die vielen Gäste, zu denen auch Ortsvorsteher Rainer Stumpf aus Waldhilsbach, viele Stadträte sowie Stadtbrandmeister Frank Merkel zählten, ihre Anerkennung. In seiner Rede erinnerte der Bürgermeister an Maßnahmen, die der Geehrte mit geplant und beschlossen hatte sowie an deren Umsetzung.
 
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Er nannte persönliche Eigenschaften die Stefan Wiltschko auszeichneten: Standfestigkeit, Ausgleich suchen, Kompromisse finden, Vereine unterstützen, ein Herz für Kinder, gutes Zuhören, sachliche Argumentation, hervorragende Rhetorik, er sei eine ehrliche Haut. „Für die hohe Qualität des persönlichen Einsatzes über viele Jahrzehnte hinweg, gebührt Dir der Goldene Ring der Stadt und mein tief empfundener Dank.“ Gerührt nahm Stefan Wiltschko die Ehrung entgegen.
 
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Für die Freien Wähler dankte Karlheinz Streib für die vielen Jahre der guten und fairen Zusammenarbeit. Er habe die Entwicklung des Dilsbergs mitgeprägt und habe als Ortsvorsteher die meiste Prügel eingesteckt aber die Meinung des Gremiums weitergetragen. In Erinnerung bleibe aber auch seine feinsinnige und pointierte Rhetorik sowie sein Originalzitat: „Damit möchte ich es bewenden lassen!“ Für die SPD stellte Walter Berroth einen prägnanten Ausruf der Dilsberger in den Mittelpunkt: „Der Stefan macht´s!“ Es gebe keinen Bürger mit so viel Einzelengagement. In Erinnerung blieben aber auch seine scharfen und bissigen Leserbriefe und dass er stets Persönliches von Politischen getrennt habe. „Mit Ehrfurcht und Hochachtung blicken wir auf Dein Wirken für den Dilsberg zurück, alles Gute.“
 
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Für die CDU beschränkte sich Monika Weinert auf das Wichtigste: „Danke was Du für den Dilsberg getan hast. Ohne Dich ware der Dilsberg um vieles Ärmer gewesen.“ Ortschaftsrat Rüdiger Ruf überreichte ein Bild und stellte fest: „Trotz Differenzen ist es mir nicht entgangen, dass Du viel geleistet hast.“
 
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„Ich fühle mich geehrt.“, bedankte sich Stefan Wiltschko für die guten Worte und zog das Resümee: „Alles was ich getan habe, hat mich bereichert. Ich bin glücklich geworden durch das was geschehen ist und geleistet wurde. Vielen Dank und auf Wiedersehen.“
 
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Bürgermeister a.D. und Ehrenbürger Oskar Schuster dankte ebenfalls dem Geehrten für seine Begleitung, Unterstützung und kompetente Arbeit.
 
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Zu Beginn der Sitzung erfolgte die Verpflichtung von Kurt Armitter, der als Ortschaftsrat in das Gremium nachrückte. Der Ortsvorsteher hieß ihn herzlich willkommen und Bürgermeister Althoff wünschte ihm eine glückliche Hand zum Wohle der Dilsberger Bürger.
 
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Der Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg umrahmte die Feier mit musikalischen Beiträgen und spielte zum Schluss das „Badener Lied“, in das alle einstimmten.
 
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Den anschließenden Sektempfang, den die Frauen der Ortschaftsräte und Andreas Weber ausrichteten, nutzen Vertreter der Vereine und Bürger, um „ihrem“ Stefan Wiltschko persönlich zu danken.
 
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Lesermeinungen:
 
Katharina und Matthias Dreschert 17.04.2012 17:40:52
Viel gemacht und viel gut gemacht. Auch von uns Jugendherbergseltern ein herzliches Dankeschön für Dein Wirken lieber Stefan Wiltschko.
Mit Hochachtung und Respekt.
Katharina und Matthias Dreschert
 
 
Bilder: bz
Text: boe
17.04.2012