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Bürgerinitiative "Pro Empfang Dilsberg" übergibt Unterschriften
 
432 Dilsberger von insgesamt 576 Befürwortern für verbesserten Empfang
22. November 2012
 
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Bürgermeister Horst Althoff erhielt erneut Besuch von Dilsberger Bürgern und Auslöser war wiederum der geplante Funkmast „Am Schänzel“. Für einen verbesserten Empfang machte sich die Bürgerinitiative (BI) „Pro Empfang Dilsberg“ stark und überreichte Unterschriften von Befürwortern. Sprecher Jörg van Onna sowie Manuela Erles und Frank Krüger informierten den Bürgermeister über ihre Beweggründe.
 
Die Ortschaftsrat-Sitzung im Juli dieses Jahres war laut Jörg von Onna der Auslöser zur Gründung einer BI: „Hier wurde deutlich, dass auch die Befürworter zu Wort kommen müssen.“ Gemeinsam mit seinen Mitstreitern informierte er die Bürger per Internet und Flyer. Man habe stets sachlich argumentiert, sich auf das Gutachten von Dr. Gritsch (TÜV Süd) bezogen, recherchiert und nachvollziehbar informiert. Daraufhin kamen 392 Unterschriften von Dilsberger Bürgern zusammen sowie 112 „Likes“, eine positive Stimmabgabe über das Forum Facebook. Auch hier zählte die Initiative nur die 40 Dilsberger Stimmen. Des Weiteren hatten sich 72 Sportfreunde, die zwar auf dem Dilsberg wandern und reiten aber nicht hier wohnen, für einen verbesserten Empfang ausgesprochen.
 
Die BI betonte: „Die Unterschriften sind von allein zu uns gekommen!“ Es gab keine Unterschriftensammlung an der Haustür und keine Standaktion im Ort. „Dafür ist es ein stattliches Ergebnis.“, stellte Bürgermeister Althoff fest. Die Initiative erkannte, dass es schwierig sei Befürworter zu motivieren aktiv zu werden und analysierte die Zahlen. Unterschrieben hätten Leute die bisher keinen Empfang haben und/oder Mehrfachdienste des Handys, wie beispielsweise Internet, auch beruflich brauchen. Bürger die Empfang hätten, wie „Schänzel“ und Teile im Neuhof, sehen hingegen die Problematik nicht. Andere signalisierten Interessenskonflikte, weil sie mit Mitgliedern beider Initiativen befreundet sind und dann gebe es noch eine Altersschicht, die mit einem Handy nichts anfangen könne. Im Hinblick auf gesundheitliche Aspekte recherchierte Frank Krüger, dem ein Schreiben der Ärztekammer vorliegt, das sagt: „Das Problem ist nicht der Mast, sondern das Handy am Ohr.“
 
„Jede Stimme trägt dazu bei, dass eine gute Entscheidung getragen wird.“, übergab Jörg von Onna die Unterschriften an Bürgermeister Althoff. „Im Gemeinderat sitzen 25 Individuen, von denen jetzt jeder selbst entscheiden muss, ob er eine Entscheidung treffen kann oder noch weitere Informationen benötigt. Mein Anliegen ist, dass es entschieden wird und man muss sich danach die Hand reichen können.“ Bevor der Gemeinderat am 4. Dezember 2012 darüber entscheidet, ob der Tageordnungspunkt vertagt oder über den Funkmast-Standort entschieden wird, befasst sich der Ortschaftsrat Dilsberg in einer öffentlichen Sitzung am 26. November 2012, um 19:30 Uhr in der Graf von Lauffen-Halle mit dem Thema.
 
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Bilder: bz
Text: boe
22.11.2012