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Kleintiere stellten sich dem kritischen Auge des Preisrichters

Lokalschau der Dilsberger Kleintierzüchter präsentierte Artenvielfalt
14. Oktober 2012
 
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Gurrende Tauben, gaggernde Hühner und mit großen Augen erwartungsvoll blickende Kaninchen stellten sich auf der Zuchtanlage der Dilsberger Kleintierzüchter im Bannholzwald dem kritischen Blick des Preisrichters. In ihrem herbstlich geschmückten Käfig präsentierten sie sich auch den zahlreichen Besuchern, die sich an der Artenvielfalt erfreuten und die gepflegten Tiere bewunderten. Die jährliche Lokalschau ist für die Kleintierzüchter ein Höhepunkt, denn hier wird ihr zeitintensives Hobby von einem neutralen Richter beurteilt.
 
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Bereits auf den ersten Blick erkannte der routinierte Preisrichter des Landesverbands Württemberg und Hohenzollern, Friedhelm Schweikert aus Bad Rappenau, dass er hier einen sehr guten Durchschnitt an Tieren vorfand. Bei insgesamt rückläufiger Anzahl der landesweit aktiven Kleintierzüchter, äußerte er sich positiv über die hohe Anzahl von über hundert Tieren, was für den kleinen Verein eine gute Leistung sei. Stark vertreten waren verschiedene Hühnerrassen und Tauben, während er sich bei den Kaninchen eine höhere Anzahl gewünscht hätte.
 
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Der Preisrichter ist bereits seit 65 Jahren im Landesverband unterwegs und bringt eine große Erfahrung mit. Mit Geflügel, Tauben und Kaninchen darf er alle drei Klassen bewerten. Es wundere ihn immer wieder, dass manche Züchter auch Tiere vorstellen die nicht der Musterbeschreibung entsprächen: „Ich glaube fast, die wollen mich testen, ob ich alles entdecke.“ Aber seinem wachsamen Auge entgeht kein noch so kleiner Mangel und Tochter Tina Mohr protokolliert jeden Punktabzug. Sie absolviert ebenfalls die Ausbildung zur Preisrichterin und richtet ihren aufmerksamen Blick auf naturgemäße und gesunde Zuchtergebnisse.
 
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Beim Geflügel kommt es auf die drei „F“ an: Form, Farbe, Feder. Der Preisrichter achtete auf Kamm, Augenfarbe, Kehllappen und Zeichnung, beurteilte Brustbein, Rückenlinie, Federstruktur, freies Stehen, Lauf und Schenkel ebenso wie die Zehenbildung. „Man darf nicht vorbeispringen, sondern muss sich mit den Tieren befassen.“ Der erfahrene Richter schenkte jedem Tier seine Aufmerksamkeit und sprach es an bevor er es aus dem Käfig nahm, so wie die lebhafte Italiener-Henne: „Komm mal her Fräulein!“ Bei den Tauben beurteilte er zusätzlich auch das Blaswerk.
 
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Die Kaninchen kamen zuerst auf die Waage, da für die Bewertung Gewicht, Körperform und -bau, Fell, Rassemerkmale, Gesundheit und Pflege eine entscheidende Rolle spielen. Auf Bewertungskarten wurden Punkte, Vorzüge der Tiere und Wünsche als Tipp für die Züchter notiert und die entsprechende Note eingetragen.
 
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Am Sonntag schauten viele Besucher bei den Kleintierzüchtern vorbei und betrachteten die liebevoll gepflegten Tiere aus der Nähe.
 
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Im beheizten Zelt kehrten sie ein und ließen sich vom engagierten Helferteam leckere Gerichte servieren.
 
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Der Erhalt der Tierwelt liegt dem Vorsitzenden Franz Haubrich trotz gesundheitlicher Probleme am Herzen: „Ich kann gar nicht ohne Tiere sein.“ Besorgt beobachtet er allerdings die Nachwuchsprobleme bei den Züchtern. Die Ehrenpreise der Stadt Neckargemünd erhalten in diesem Jahr: Peter Haubrich (Geflügel) und Franz Haubrich (Kaninchen & Tauben).
 
Bilder: Rupert Dworschak
Text: boe
14.10.2012