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Ortschaftsrat Lutz Lipski für 20 Jahre
im Rat geehrt
 Wohnumnutzung für „Schöne Aussicht“ beschlossen
8. Oktober 2012
Vor Eintritt in die Tagesordnung oblag Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann auf der Ortschaftsratssitzung am 8. Oktober 2012 die angenehme Pflicht, Ortschaftsrat Lutz Lipski für seine 20-jährige Tätigkeit im Rat zu ehren. Als Anerkennung erhielt er Urkunden vom Gemeindetag und Städtetag Baden-Württembergs sowie das Verdienstabzeichen des Verbandes in Silber. „Herzlichen Dank für deine treuen Dienste.“ Den Worten des Ortsvorstehers schloss sich das Gremium an und gratulierte. In seiner bekannt trockenen Art dankte OR Lipski für die Ehrung: „Die Jahreszahl 20 plus sollte daran erinnern, für einen Nachfolger Platz zu machen.“
   
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In der Fragestunde wurde die notwendige Sanierung der Straße „Neckarberg“ angesprochen sowie die Einfahrt zum Dilsberg im Ortsteil Rainbach, die einen schlechten ersten Eindruck abgebe. Beide Buswartehäuschen hätten dringend neue Farbe nötig und im „Wasserkanal“ wachse außer meterhohem Unkraut nichts.   
 
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Nach Bekanntgabe der Beschlüsse aus den nichtöffentlichen Sitzungen im Juli und September, standen auf der Tagesordnung gleich zwei Bauvoranfragen das ehemalige Hotel und Restaurant „Schöne Aussicht“ betreffend. Eine lautete auf Umnutzung zu Wohnzwecken und die andere auf Abbruch des vorhandenen Gebäudes und Neubebauung mit einer Jugendherberge und Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage. Auf Antrag vor Walter Berroth (SPD) wurde über beide Punkte gemeinsam diskutiert und getrennt abgestimmt.
 
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Bei dem Gelände handelte es sich bisher um ein Sondergebiet für Gaststättenbebauung, weshalb beide Anträge eine Befreiung benötigen. Für Karlheinz Streib (FW) klangen beide Anträge mit Wohnbaubebauung vielversprechend. Für ein Hotel gebe es keinen Investor, da es nicht rentabel sei. Die grundliegende Frage laute heute, ob der Rat einer Nutzungsänderung zustimme. „Es ist wichtig, dass etwas getan wird, ob Jugendherberge oder Wohnungen ist egal.“, äußerte sich Rüdiger Ruf (FW). Alexander Fischer (CDU) freute sich, dass endlich Bewegung in die Sache komme. Sein Favorit war der Plan mit Jugendherberge und Café.
 
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„Wir waren uns eigentlich schon längst sicher, dass eine Umnutzung von Hotel- in ein Wohngebäude notwendig ist.“, erinnerte OR Berroth und hatte gegen beide Anträge nichts einzuwenden. Die bisherige Regelung sah OR Lipski als Verteidigungsschild gegen dubiose Bauanträge, eine Änderung komme nur in Frage, wenn man im Wesentlichen mit dem Plan einverstanden sei. OR Streib machte nochmals deutlich, dass bei der Bauvoranfrage lediglich über die Umnutzung zu entscheiden sei, die „Schöne Aussicht“ sei im Privatbesitz und der Besitzer entscheide an wen er das Objekt veräußere. Die anschließende getrennte Abstimmung erfolgte für beide Anträge einstimmig zugunsten der geplanten Änderung.
  
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Beide Antragsteller verfolgten die Sitzung und wurden vorgestellt, Prof. Witt sowie von der Firma Dombrowski Massivhaus Wiesloch, Geschäftsführer Claus-Heinrich Mohr. Beide Anträge seien sehr konzeptioniert, dadurch habe sich das Gremium ein Bild machen können, erläuterte der Ortsvorsteher. 
 
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OR Streib dankte beiden Interessenten für ihr Interesse, „diesen Schandfleck zu entfernen“.
Über die Prioritäten für die Anmeldung der Haushaltsmittel für 2013 war man schnell konform. Die Liste beinhaltet die Pflasterung der Bergfeste, Erkersanierung im Rathaus, Friedhof-Kühlzelle, Feuerwehrhaus, Zufahrt zum Parkplatz „Schöne Aussicht“ und EDV-Ausstattung. Für die Gestaltung des Friedhofs wurde von der Stadtgärtnerei eine Bepflanzung mit Rhododendron vorgeschlagen und fand die Zustimmung des Rates. Die restlichen Verfügungsmittel werden für den Martinszug verwendet. 
 

Bilder: bz
Text: boe
09.10.2012