OR Briefkopf
 
  
Bericht aus dem Ortschaftsrat -
Sitzung 3. Juni 2019
   

Die letzte ordentliche Sitzung des Ortschaftsrates - es folgt noch die Sitzung mit der Verabschiedung des alten und der Konstituierung des neuen Gremiums– war einer der kürzesten. Es lagen diesmal nur wenig zu erledigende Dinge auf dem Ratstisch.
 

Aus dem nichtöffentlichen Teil der letzten Sitzung gab der Ortsvorsteher bekannt:

  • Der Ortschaftsrat hat beschlossen, die Pachtgärten unterhalb des Allmendweges wieder an die Pfälzer katholische Kirchenschaffnei zurückzugeben, d.h. den bestehenden Pachtvertrag zwischen der Stadt Neckargemünd und der Kirchenschaffnei zu kündigen.

    Zum Hintergrund: Die benannten Grundstücke gehören der Kirchenschaffnei. Die Gemeinde Dilsberg und später die Stadt Neckargemünd haben diese Grundstücke angepachtet, um Kleingärten für die Bevölkerung und hier ursprünglich hauptsächlich für die zugezogenen Flüchtlinge und Vertriebenen vorzuhalten. Diese sollten die Möglichkeit haben, Gartenbau für ihren eigenen Lebensunterhalt zu betreiben.

    Der eigentliche Zweck der ursprünglichen Anpachtung ist schon längst entfallen. So gibt es nur noch wenig Interesse an diesen Gärten, sodass neben einem hohen Verwaltungsaufwand auch noch erhebliche Leistungen durch die Stadtgärtnerei erbracht werden müssen, um das Gelände nicht verwildern zu lassen. So sah sich der Ortschaftsrat mehrheitlich zu o.g. Schritt veranlasst.
  • Das unendlich erscheinende Problem mit der Lärmbelastung durch das Fußball-Minispielfeld am Alten Hofweg scheinen wohl zu einem Ende zu kommen. Die Maßnahmen zur Einfriedung, die nur noch einen Zugang für autorisierte Personen erlauben soll, sind beschlossen und die notwendigen Materialein hierfür bestellt. Um einen Ausgleich für die entfallenen Spielmöglichkeiten zu schaffen, soll das der Stadt gehörende Trainingsspielfeld beim Sportplatz herangezogen werden. Dazu müssen aber noch Gespräche mit dem FC Dilsberg geführt werden, der diesen Platz pflegt und bisher abgeschlossen hält.

Nachdem in der letzten Sitzung der Entwurf des sog. vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Dilsberger Str. 7 dem Ortschaftsrat zur Kenntnis vorgelegt worden war, lag nun der Bebauungsplan selbst zur Zustimmung vor. Gegen diesen Plan gab es keine Einwendungen. Einige Ratsmitglieder sahen aber in der vom Landratsamt abgegeben Begründung für diesen Plan ihre zuletzt geäußerten Vermutungen bestätigt: Hier wurde mutmaßlich ein aufwendiger Bebauungsplan gefordert, um über die Hürde von Bearbeitungsfristen zu springen.
  

Unter dem Sammelpunkt „Mitteilungen und Anfragen“ ergaben sich noch folgende Themen:
Nicht zuletzt wegen des hartnäckigen ständigen Anfragens des Ortsvorstehers hat die Telekom sich nun endlich am 15. Mai auf den Funkmast aufgeschaltet, sodass die Bürgerinnen und Bürger, die ihr Mobiltelefon über das Telekomnetz betreiben, nunmehr auch hier normal telefonieren können.
 
Ein Ratsmitglied vom Dilsbergerhof berichtete, dass es in Sachen „Sonderfriedhof“ noch keine endgültige Entscheidung gibt: Das von Herrn Pfarrer Endisch für die Zeit vor Pfingsten vorgesehene Gespräch des Stiftungsrates der Seelsorgeeinheit Neckar-Elsenz mit den Bewohnern des Dilsbergerhofes hat noch nicht stattgefunden. Daher gibt es auch noch keine endgültige Lösung zur Frage der weiteren, seit siebzig Jahren bestehenden Selbstverwaltung dieses Friedhofes.
 
Ein Ortschaftsrat bemängelte, dass die offensichtlichen Kabelarbeiten in der Rainbach, die die Fahrbahn einschränken, bisher nicht zum Abschluss gebracht worden sind.
 
Ein fahrradfahrender Ortschaftsrat reklamierte, dass die Induktionsschleife an der Ampel in Rainbach, derzeit nicht auf Fahrräder oder Kleinroller reagiert. Der Ortsvorsteher wird die Notwendigkeit zur Korrektur Ampelschaltung dem Landratsamt unverzüglich mitteilen, damit Rad- und Rollerfahrer nicht gezwungen werden, bei „Rot“ durch Rainbach zu fahren.
 
Zuletzt wurde die Parksituation vor der Hundepension in der Dilsbergerstraße angesprochen: Da die Parkplätze des Unternehmens überwiegend von dessen eigenen Fahrzeugen belegt sind, gibt es für die Kunden keine oder kaum Parkplätze, sodass diese auf dem Fuß- und Radweg und meist noch innerhalb der Kurve parken müssen, was zu gefährlichen Verkehrssituationen führt. Die Ortsverwaltung wird das Problem mit den Besitzern der Hundepension ansprechen.
 
Diese letzte Arbeitsrunde wurde dann mit einem kleinen Umtrunk geschlossen.

   
Walter Berroth
06.06.2019