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St. Martin lockte viele Eltern und Kinder auf den Dilsberg
12. November 2018
   
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Dieses Jahr wurde der traditionelle Sankt-Martins-Umzug wieder von der Grundschule gestaltet. Das war wohl ein Grund dafür, dass so viele Menschen auf den Dilsberg geströmt sind, darunter auch Neckargemünder Eltern mit Kindern. Los ging es auf der Tuchbleiche mit dem von der Trachtenkappelle Dilsberg unter Walter Nusskow intonierten St-Martin-Lied.
 
Dann setzte sich der Laternenzug in Bewegung, angeführt vom stellv. Ortsvorsteher Streib mit seiner Fackel. Beim ersten von sechs Stationen durch die Feste, am Buswendeplatz erklang das Lied von der Laterne, nur zögernd mitgesungen von den Laternenträgerinnen und -trägern. Beim Gang durch die Untere und die Obere Straße ging dann so mancher Vorhang auf, hinter dem die Bewohner den bunten Zug beobachteten. So viele unterschiedliche  Laternen waren bisher wohl kaum zu sehen gewesen: Die einfache faltbare Papierlaterne war kaum noch unter den vielen selbstgebastelten oder gekauften und aufwändig gestalteten  Laternen zu erblicken. Die Teilnehmer am Martins-Umzug erfreuten sich aber auch an den vielen Kerzenlichtern, die einige Hausbesitzer der Feste vor ihren Häusern aufgestellt hatten, um den Weg in besonderer Weise zu beleuchten.

Als schließlich nach der dritten St.Martin-Lied-Runde der Zug in den Schlossgarten einzog stand schon alles bereit: Die Feuerwehr teilte die liebevoll gestalteten Martinsmännchen und Kinderpunsch aus, hatten aber auch an die begleitenden Erwachsenen gedacht: Für diese gab es Glühwein und den obligaten „Worschtweck“. Das Technik-Team der Burgbühne hatte schon perfekt alles für das zu erwartende Spiel vorbereitet.
 
Nachdem Stille eingekehrt war, trat dann endlich St. Martin auf die Bühne. Die Schüler der dritten Schulklasse führten zusammen mit der Theater-AG der Grundschule unter der Leitung von Bettina Glinz ein Theaterstück über den Lebensweg  des heiligen Martin auf. Es war schon erstaunlich, wie aufmerksam die ca. 250 anwesenden Eltern und Kinder die eindrückliche Darstellung verfolgten. Doch dann fragten sie sich noch, wo denn das geschmückte Pony Annika mit ihrer Besitzerin Inga Taag abgeblieben war, das die Kinder schon auf der Tuchbleiche bewundern konnten. Ganz zum Schluss des Stücks ließ es sich, angelockt von einem Bündel Heu in den Schlossgarten führen, war allerdings dann doch durch das Klatschen der vielen Besucher irritiert.
 
Ortsvorsteher Hoffmann dankte dann allen Beteiligten und insbesondere den Schauspielern für den gelungenen Umzug und die eindrückliche Aufführung. Allerdings konnte er bei Annika mit seinen mitgebrachten Karotten wider Erwarten nicht landen. Dafür dürften vermutlich nur wenige Martinsmännchen den Nachhauseweg der Kinder überlebt haben.

Und wieder einmal hat der Dilsberg bewiesen, dass die Ortsverwaltung und die Vereine  - hier: Trachtenkappelle-Feuerwehr- Burgbühne - in der Lage sind, durch eine perfekte Organisation einen so großen Umzug mit anschließender Theateraufführung reibungslos und wie selbstverständlich zu veranstalten.  

Text: Walter Berroth
Bilder: Bernhard Hoffmann
15.11.2018