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Info-Veranstaltung für interessierte Volk-Darsteller der „Rose“
Burgbühnen-Vorstand und Regisseur freuen sich auf alle Altersklassen
27.01.2018
    
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Beim Traditionsstück der Burgbühne „Die Rose von Dilsberg“ ist es auch eine geschätzte Tradition die Darsteller im Volk frühzeitig zu informieren. Für die Spielsaison 2018 werden wieder Darsteller quer durch alle Altersklassen gesucht, die die Volk-Szenen mit Leben erfüllen. Das ist für den Vorsitzenden Markus Winter eine Herzensangelegenheit, denn „das Volk ist elementar wichtig für das Stück.“ In der Tuchbleichenhalle begrüßte er interessierte Bürger und stellte den neuen Regisseur Dieter Niedermayer vor.
 
Seit über 30 Jahren spielt er auf verschiedenen Bühnen Theater. Es begann im Schultheater, seit 1994 ist er bei der Interessengemeinschaft Volksschauspiele Nußloch, spielt bei der „Kleinen Bühne“ Neckargemünd und war vor zwei Jahren als Pirat Smee auf der Burgbühne zu sehen. Die Regiearbeit ist für ihn eine Premiere und dann gleich ein Traditionsstück zu übernehmen, das ist eine Herausforderung die ihn reizt.
 
Doch stellte sich die Frage: „Inwieweit kann man sich hinaus wagen, inwieweit etwas Neues ausprobieren?“ Das Originalstück brauchte ihm zu lang um auf den Punkt zu kommen, also fiel seine Wahl zuerst auf die Fassung von Alfons Duczek. Hier stolperte er über die Rahmenhandlung mit der Schulklasse, die inzwischen in mehreren Stücken vorkam, also kreierte er eine neue Figur, aber dann habe nichts mehr gepasst und er schrieb es neu.

 
Niedermayer ist der Meinung, dass man in der „Rose“ auch mal Lachen darf, deshalb verpasste er dem Stück eine Prise Humor und gab den Figuren mehr Tiefe. Das ursprüngliche Stück arbeitete viel mit ausladenden Bildern, bei ihm greift alles mehr ineinander und wird mystischer. Keine Sorge, beim Traditionsstück der Burgbühne bleiben die Kernszenen erhalten, darauf legte der Vorstand wert. Insbesondere eine Szene sieht der Vorsitzende vor seinen Augen: die Rose im weißen Kleid auf dem Söller, Licht von hinten, Sprung, …“ Und das bleibt auch, verspricht er.

Bisher haben die Protagonisten viel erzählt, jetzt erlebt man es mehr. Bekannte Zitate sind auch in der neuen Fassung dabei, aber verständlicher und einzelne Charaktere besser beschrieben, quasi das alte Stück im neuen Gewand.

Auch das Volk soll auf der Bühne kleine Aufgaben und Textpassagen übernehmen und mitspielen. Es sollen mehrere Aktionen parallel ablaufen, wie bei einem Wimmelbild. Damit das wirkt ist dem Regisseur die Probenbereitschaft wichtig, damit ein schönes Leben auf der Bühne entsteht. Das sieht der Vorsitzende ähnlich: „Das Volk kann das Stück schmeißen oder erfolgreich machen.“
 
Er verteilte an die Teilnehmer Infozettel mit wichtigen Details und gab bekannt, dass die Proben ab April auf der Freilichtbühne beginnen. Wer im Volk mitspielen möchte kann sich auf der Homepage online anmelden oder mit dem Vorstand in Verbindung setzen.
 
Text: boe
Bilder: bz
28.01.2018