ev Berggottesdienst
Berggottesdienst am Pfingstmontag in Dilsberg
5. Juni 2017
    
Es ist eine schöne Tradition in der evangelischen Kirche in Dilsberg, den Gottesdienst am Pfingstmontag als Open-Air-Gottesdienst draußen hinter der Kirche zu feiern. Dieses Jahr hatte aber der Heilige Geist leider keinen Einfluss auf den Wettergott, denn kaum waren die Bänke aufgestellt und der Altar schön geschmückt (siehe Bild), fing der Regen an und man zog in die Kirche um. Auf den Gottesdienst selber hatte das aber keinen Einfluss, man konnte sich, ohne sich Gedanken um das Wetter zu machen, auf das für die meisten sehr schwierige Thema „Heiliger Geist“ konzentrieren, mit dem Herr Schuldekan Hilkert sehr ansprechend und interessant die Gemeinde bekannt machte.
 
Da traditionell und zur Freude aller Kirchenbesucher der Musikverein Dilsberg diesen Gottesdienst begleitet, erfüllten auch zuerst die Klänge der Posaunen, Flöten und Saxophone die Kirche.

Nach dem ersten Gebet wurde die Gemeinde aufgefordert, den folgenden Psalm mit einem gesungenen Kehrvers – vom Aufgang der Sonne – zu begleiten. Alle sangen gerne mit, so dass sogar ein Kanon gelang. Die Lesung über das Pfingstwunder, in dem die Jünger in vielen Sprachen sprechen und verstanden werden, wurde von dem Kirchenältesten Markus Winter vorgetragen.
 
In der Predigt erzählte Herr Hilkert von einer sonnengelben Taube, die das Symbol des Hl. Geistes ist. Schon bei der Taufe Jesu schwebt der Hl. Geist in Gestalt einer Taube über ihm, d.h. Gott ist dabei.
 
Zu den Eigenschaften der Taube gehören Treue zum Partner, gemeinsames Brüten, sie können sogar Milch für ihre Jungen produzieren, finden immer nach Hause zurück, sind zahm und friedliebend.
 
Herr Hilkert erklärte die komplizierte Trinität: Vater, Sohn und Hl. Geist = Gott. Am Ende wurde eine sizilianische Geschichte erzählt, in der der Pfarrer jedes Jahr zu Pfingsten eine Taube in der Kirche fliegen lässt, die sich ein Gemeindemitglied auswählt, dem sie sich auf Kopf oder Schulter setzt. Dieser Person ist eine besondere Erleuchtung durch den Hl. Geist gewiss und es wurde tatsächlich von diesen „Erleuchteten“  jeweils eine „gute Tat“ für die Gemeinde vollbracht. Auch in der Dilsberger Kirche wurde eine gebastelte Taube fliegen gelassen, die sich allerdings für keinen „Erleuchteten“ entscheiden konnte, auch nicht für Frau Deichl, die als zukünftige Gemeinde-Pfarrerin im Publikum saß.

Zum Schluss bedankte sich Herr Martin Oemler als Vorsitzender des Ältestenkreises bei allen Beteiligten, besonders bei Herrn Hilkert und dem Orchester des Musikvereins, für diesen kurzweiligen und sehr interessanten Gottesdienst und lud zum Weißwurstessen des Fördervereins anschließend vor der Kirche ein. Dort gab es Gelegenheit, sich noch einmal über das Gehörte zu unterhalten. Auch die zahlreichen katholischen Gäste hatten sich sehr wohlgefühlt.
   
Text: Annegret Boehner
Bild: Annette Maurer
11.06.2017