Dilsbergwappen115x80 Bericht aus dem Ortschaftsrat

Sitzung 24. April 2017
    
Zu Beginn der Sitzung gedachte der Ortschaftsrat des verstorbenen Alt-Ortschaftsrates und Alt-Stadtrates Rudolf Peikert. Ortsvorsteher Hoffmann würdigte seine Verdienste für die Stadt und den Ortsteil.

Die Zuschauerstühle des Ratssaales waren diesmal fast voll besetzt, vor allem von Bürgerinnen und einem Bürger, die sich Sorgen um die Verkehrssituation in der Straße „Am Blumenstrich“ machten. Diese Sorgen aber auch Lösungsvorschläge trugen sie vor Beginn der Sitzung vor.

Ortsvorsteher Hoffmann gab zunächst die Informationen und Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt:

-  Feuerwehaus-Neubau
Die Feuerwehr ist gerade daran, den Raumbedarfsplan zusammenzustellen.

-  Aktionen zur Dorfentwicklung
Der Ortschaftsrat hat beschlossen, Bürgerumfragen und Analysen zum Thema zu initiieren. Dabei wies der Ortsvorsteher drauf hin, dass dies allerdings nicht ohne Hilfe der Stadtverwaltung geschehen könne.

-  Dilsberger Informationszentrum
Die Stadtverwaltung hat dem Vorschlag des Ortschaftsrates auf Einrichtung eines Informationszentrums in der „Dilsberger Keramik“ zugestimmt.
  
Als Entgegenkommen den anwesenden Bürger gegenüber stellte der Ortschaftsrat die Tagesordnung um und beriet zunächst die Verkehrssituation am Blumenstrich. Grundlage war die Tatsache, dass der Landkreis es abgelehnt hat, die Straße „Am Blumenstrich“ zur Spielstraße umzuwidmen. Diese Tatsache nahm ein Ortschaftsrat zum Anlass, für diese Straße nunmehr die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 15 km/h zu initiieren. Nach ausführlicher Diskussion kam aber die Mehrheit des Rates zu der Überzeugung, weiterhin den Antrag auf Einrichtung einer Spielstraße beizubehalten. Er war der Meinung, dass eine Sackgasse, die sehr schmal ist und keinen Gehweg hat und in der noch viele Familien mit Kindern wohnen eigentlich die klassischen Voraussetzungen für eine Spielstraße erfüllt.
  
Der Rechenschaftsbericht der Stadt für das Jahr 2015 wurde ebenso zur Kenntnis genommen wie der bereits ausführlich diskutierte Haushaltplan 2017.
   
Auch der vorliegende Bauantrag zum Ausbau eines Gebäudes im Siedlerweg erwies sich als problemlos, war er doch bereits vor einigen Jahren in fast identischer Form genehmigt gewesen. Der Ortschaftsrat stimmte ihm einstimmig zu.
  
Die Information zur neuen Burgfestkonzeption erregte dann schon mehr die Gemüter: Nach dem großen Treffen fast aller Vereine (siehe gesonderte Information auf der Dilsberg-Homepage) wurden diese um Rückmeldung gebeten, in welcher Form und mit wie vielen Personen sie sich am Burgfest beteiligen wollten.
   
Die Antworten waren enttäuschend: Lediglich fünf Vereine haben ihre Beteiligung zugesagt, allerdings oft mit sehr starken Einschränkungen. Es scheint so zu sein, dass mit der bis jetzt erkennbaren geringen Beteiligung eine Burgfest nicht durchgeführt werden kann. Der Ortschaftsrat appelliert daher noch einmal an alle Vereine, die Zukunft dieses Festes nicht aufs Spiel zu setzen. Er hofft auf noch weitere Zusagen. Bei einer Sitzung am 8. Mai soll dann über die mögliche Realisierung des Festes mit der neu vorgestellten Konzeption diskutiert und beschlossen werden. Sollten nicht genügend Beteiligungen avisiert werden, ist das endgültige Begräbnis dieses traditionellen Festes zu befürchten.
  
Unter dem Sammeltagesordnungspunkt “Mitteilungen und Anfragen“ kamen noch folgende Berichtens werte Themen zur Ansprache:
Sowohl die Saisoneröffnung der Burg, an der auch Bürgermeister Volk teilgenommen hat, als auch die Eröffnung der Wandersaison des Neckarsteiges waren volle Erfolge. Der Ortsvorsteher dankte allen Vereinen und Organisationen, die vor allem zum Gelingen der letztgenannten Veranstaltung beigetragen haben.
Auch der Sommertags Zug fand diese Jahr wieder großen Zuspruch, obwohl er mit der Wandersaison-Eröffnung kollidierte.
   
Dankens- und bewundernswert war auch das Verständnis der Bevölkerung für die Sperrung der Zufahrtsstraße zum Dilsberg wegen eines Wasserschadens am Torturm. Die Reparatur verlief vollkommen problemlos und zeigte, dass in der Feste hinreichender Bürgersinn vorhanden ist.
   
Schließlich legte der Ortsvorsteher noch Antworten der Stadtverwaltung auf die Frage eines Bürgers vor, ob das Waschen von Autos auf öffentlichen Straßen erlaubt sei. Eine klare Antwort kam vom Amt für öffentliche Ordnung: „Eine spezielle bundesgesetzliche Regelung für das Autowaschen vor der Haustür gibt es nicht“ Dennoch ist das Waschen von Autos auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt, weil die bei der Fahrzeugwäsche anfallenden Abwässer verschiedene chemische Stoffe u.a. Treib- und Schmierstoffreste enthalten können, die das Grundwasser schädigen. Auch das Waschen von Fahrzeugen auf Privatgelände ist nur dann zulässig, wenn der Gully auf dem Privatgelände über einen Ölabscheider verfügt, was wohl auf kaum einem der Grundstücke in Dilsberg der Fall sein dürfte.

Walter Berroth
01.05.0217

Kommentare  

# Blumenstrich SpielstrasseToni müller 2017-05-02 07:47
Ich unterstütze diesen Antrag den Blumenstrich zur Spielstrasse umzuwidmen. Die gleichen Voraussetzungen erfüllt (wenn nicht sogar noch mehr)die Strasse: "Am Mühlwald " in der Rainbach.Es wäre schön wenn sich auch hierfür ein Ortschaftsratmitglied stark machen würde.
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