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Köstliche Torten bei fröhlicher Polka und netten Gesprächen
Seniorenfeier der Ortsverwaltung Dilsberg
30. Januar 2017
 
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Ab  Erreichen des  65. Lebensjahres flattert die Einladung zur Seniorenfeier der Ortsverwaltung in den Briefkasten. Diese Gelegenheit nutzten Dilsberger Senioren am 29. Januar 2017, zahlreich erschienen sie am Sonntagnachmittag in der Graf von Laufen-Halle. Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann hieß sie alle herzlich willkommen und brachte es auf den Punkt „Alle die hier sind, die sind gerne hier!“ Dies spiegelte sich in der gut gelaunten Atmosphäre wieder.
  
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Die Trachtenkapelle, unter der Leitung von Walter Nußko, lieferte den passenden musikalischen Auftakt. Fröhliche Polka-Stücke untermalten die angeregten Gespräche.
  
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Ortsvorsteher Hoffmann bedankte sich gleich zu Anfang bei Bürgermeister Frank Volk, der evangelischen Pfarrerin Dr. Sabine Bayreuther, Stefan Wiltschko, der Trachtenkapelle Dilsberg, sowie den Sängerinnen und Sängern des Sängerbundes und Kirchenchores.
 
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Während die Kapelle munter spielte, schoben die Frauen der Ortschaftsräte selbstgebackene Köstlichkeiten durch die Gänge. Top organisiert wurden Tortenstücke und Kaffee an alle Anwesenden verteilt. „So eine Auswahl hat man ja nicht einmal in der Konditorei“, beschrieb eine Seniorin die Kuchenauswahl treffend.
 
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Reinhard Greulich und Yvonne Kloß legten ihre Instrumente beiseite und sangen ein lebhaftes Duett, kurz darauf folgte „Die Fischerin vom Bodensee“ mit klarer Stimme gesungen von Anna Briesnitz und Yvonne Kloß.
 
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Beim Auftritt der Chorgemeinschaft - Sängerbund Dilsberg und Katholischer Kirchenchor - leerte sich die Halle, dafür füllte sich die Bühne. Das „Dilsberglied“ wird schon traditionell bei jeder Seniorenfeier gesungen, anschließend durften die Gäste selbst singen. „Alle Tage ist kein Sonntag“ klang genauso fröhlich aus aller Munde wie „Im schönsten Wiesengrunde“. Ein Dank geht an dieser Stelle an die Vorsitzenden Karin Ullrich Brox und Waltraud Brenner.
 
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An Programm mangelte es nicht an diesem Sonntagnachmittag. Gisela Zeller, Prof. Wolfgang Zeller und Prof. Wilfried Schouwink sorgten mit ihrer Einlage „Ja, das Schreiben und das Lesen“ von Johann Strauß für amüsante Unterhaltung. Ausgestattet mit Stroh, einem Stoffschwein, und begleitet von Klavier ertönte „Mein idealer Lebenszweck, ist Borstenvieh, ist Schweinespeck.“ Auch das Stoffschwein Ferdinand erntete angemessenen Applaus. Inzwischen waren die Gäste mit Wein und Brezeln versorgt worden.
 
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Besonders berührend war der Auftritt der beiden Schwestern Anežka und Meriel Kos. Die zwölfjährige Anežka verzauberte mit ihrem Harfenspiel. Ihre Hände flogen förmlich über die Saiten, bei einem spanischen Flamenco zeigte sie ihr ganzes Können und sorgte durch Klopfen auf dem Rand der Harfe für zusätzlichen Rhythmus. Die zwei Jahre jüngere Meriel saß zwar mit dem Rücken zum Publikum, begeisterte aber ebenso mit präzisem und gefühlvollem Klavierspiel. Beide Schwestern sind Gewinnerinnen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, Anežka schaffte es sogar in den Landeswettbewerb.
 
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Sichtlich beeindruckt richtete sich Bürgermeister Frank Volk an die anwesenden Senioren. Das seien die angenehmen Termine als Bürgermeister, da freue man sich schon die ganze Woche. Er wünschte den Dilsbergern weiterhin einen unterhaltsamen Nachmittag. Frau Dr. Sabine Bayreuther leitete in ihrem Grußwort auch die Grüße des katholischen Pfarrers Arthur Steidle weiter. Sie sehe ihrem Weggang mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Sie sei gerne hier auf dem Dilsberg gewesen. Frau Dr. Sabine Bayreuther richtete sich mit ein paar Versen aus der Bibel an die Anwesenden und erinnerte „Das Herz ist der Sitz des Verstandes und der Vernunft, der Geist der Sitz der Tatkraft“ Sie appellierte, beides gut zu nutzen.
 
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Das vielfältige Programm bot als nächstes eine Geschichte Franz Hermans, gelesen von Annegret Boehner. Statt Sekt bekam sie einen trockenen Wein, denn Bernhard Hoffmann hatte sich ihre Vorliebe vom vergangenen Jahr gemerkt. Ein weiterer Beitrag aus dem Seniorenkreis bezog sich auf das Gelingen einer Feier. Die weisen Worte „Meine Gäste und ich sind Freunde und brauchen einander, aber mehr brauchen wir nicht“, vorgetragen von Brigitte Kempf, ließen sich wunderbar auf den Seniorennachmittag übertragen.
 
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Das fröhliche Beisammensitzen sprach für sich und für das leibliche Wohl war zusätzlich gesorgt. Die Musiker der Trachtenkapelle brachten mit einer südbömischen  Polka erneut Stimmung in die Halle. Die Bewegung auf der Bühne durch das Aufstehen verschiedener Musikergruppen riss das Publikum mit. Lebhafte Musik regte zum Schunkeln und mit Klatschen an.
 
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Die Ehrung der Ältesten und Jüngsten durch Ortsvorsteher Hoffmann  ist auf der Seniorenfeier nicht weg zu denken. Als Älteste wurde Annelise Christ gekrönt, stolz nahm sie die Flasche Sekt und das Küsschen von Karlheinz Streib entgegen. Die 87 Jahre sah man ihr kein bisschen an, als sie fröhlich die Hand in die Luft reckte. Zweit- und Drittälteste Frauen waren Gisela Greulich und Renate Seufert.
 
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Bei den Männern übernahm Karl Jakob mit 86 Jahren die Führung, dicht gefolgt von Klaus Lehr.
 
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Auch das Erscheinen der Jüngsten, die zum ersten Mal bei der Seniorenfeier dabei sein durften, wurde gewürdigt. Erika Erles und Gernot Dobler bekamen die Fläschchen übereicht. Auch Mitglied des Ortschaftsrates Kurt Armitter ist 2017 65 Jahre jung, doch er war natürlich als Helfer gefragt.
 
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Letzte Dankesworte gingen an den Ortschaftsrat, an Roswitha Schneckenberger für die Vorbereitung und an alle Helfer, die diese Feier möglich gemacht haben. Abgerundet wurde der Nachmittag mit dem Badnerlied. Feierlich erhoben sich die Reihen und besonders klangvoll ertönte die Dilsberger Strophe „Hoch aus des Neckars blauer Flut erhebt sich Dilsberg fein…“ Zum Abschied winkend und zur Zugabe der Trachtenkapelle schunkelnd verabschiedeten sich die Dilsbeger Senioren. Ein runder Nachmittag, erfüllt von vielseitigem Programm und angeregten Gesprächen.
 
Text: saro
Bilder: lana
30.01.2017