Dilsbergwappen115x80 Bericht aus dem Ortschaftsrat

Sitzung 13. November 2017
    
Zwar war die Tagesordnung der Sitzung ganz kurz, aber die neuen Lichter, die in Dilsberg aufgegangen sind – sprich: die neuen Straßenlampen – haben Anlass zu einer längeren Informations- und Diskussionsrunde geboten.

Vor der eigentlichen Tagesordnung gab es ein Gespräch mit Herrn Herb, von den Stadtwerken Heidelberg. Er ist der zuständige Mann für die Umrüstung, da die Stadtwerke Neckargemünd ihren Anteilseigner Stadtwerke Heidelberg mit dieser Aufgabe betraut haben, die wiederum die Montagearbeiten an einen Dienstleister vergeben haben.Herr Herb berichtete, dass mit Zustimmung des Neckargemünder Gemeinderates in den nächsten drei Jahren alle Metalldampf-Straßenlampen auf LED-Lampen umgestellt werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, ca. 60 Prozent Energie einzusparen, hellere Lampen zu erhalten, die auch durch ihre Lichtstrahlung nicht so viel Insekten anziehen, und eine Beleuchtung anzubieten die farbechtes Sehen ermöglicht (die bisherigen Lampen verändern Farbeindrücke).Nun haben die ersten aufgestellten Lampen schon zu Beschwerden Anlass geboten. Diesen Beschwerden sind die Stadtwerke nachgegangen. Herr Herb u.a. haben auch schon mit vielen Beschwerdeführern gesprochen und z.T. bereits Abhilfe geschafft.Inhalte der Beschwerden waren hauptsächlich:
  • Der Lichtkegel der einzelnen Lampe reicht nicht so weit, dass er sich mit dem Lichtkegel der Nachbarlampe trifft. So entstehen zwischen den Lampen schwach oder auch unbeleuchtete Räume.
  • Die alten Lampen haben bisher mitunter die privaten Hofeinfahrten beleuchtet, was jetzt nicht mehr der Fall ist.
Strassenlampen 01 Strassenlampen 02
Alte Technik Neue LED Technik
  
Zum ersten Einwand gab Herr Herb zu, dass es dieses Problem tatsächlich gibt. Es hängt  damit zusammen, dass z.B. im Hasengarten, im Schafgarten und im Siedlerweg  – nach Meinung eines Ortschaftsrates auch im Bannholzweg - auf Drängen der früheren Gemeinde Dilsberg größere als die gesetzlich vorgesehenen Abstände zwischen den Lampen gewählt wurden. Dieser Mangel kann nur durch zusätzliche Lampen beseitigt werden, die von der Stadt zu finanzieren wären. In andern Fällen, wie z.B. im Bildsacker, sollen die Lampen so umgebaut bzw. nachjustiert werden, dass der ausgeleuchtete Raum größer wird. Der zweiten Beschwerde kann nicht Abhilfe geschaffen werden. Es ist nicht Aufgabe einer Straßenbeleuchtung privates Gelände zu beleuchten. Dort wo es bisher der Fall hatten die Hausbesitzer einen Vorteil, der nun entfällt. Der Ortsvorsteher dankte Herrn Herb für sein Engagement. Ein Ratsmitglied hob noch das offensichtlich gut funktionierend Beschwerdemanagement des von Herrn Herb zu verantwortenden Bereiches hervor. Der Angesprochene gab zum Abschied noch die Mail-Adresse weiter, über die alle Bürger Anfragen, Anregungen und Beschwerden zur Straßenbeleuchtung weitergeben können: info@stadtwerke-neckargemuend.de. Zu Beginn der offiziellen Sitzung gab Ortsvorsteher Hoffmann aus dem nichtöffentlichen Teil der letzten Sitzung bekannt:

  • Der Gemeinderat hat ein Architekturbüro mit der Planung des Feuerwehrhauses am Alten Hofweg beauftragt.
  • Die Ortsverwaltung stellt aufgrund einer Bürgerbeschwerde einen Antrag auf Verbesserung der Beleuchtung des Parkplatzes Tuchbleiche.
  • Der Gemeindevollzugsdienst wird nun häufiger – verstärkt in der Bergfeste – in Dilsberg tätig werden.
  • Die Anregung, durch entsprechende Beschilderung das falsche Abbiegen von LKWs in den Bannholzweg zu verhindern, nimmt der Ortschaftsrat auf.
  • Ein Antrag auf erneute Befassung mit dem Thema Ortsumgehung Rainbach, musste zurückgewiesen werden, da nach der Gemeindeordnung über einen Antrag, zu dem bereits ein Beschluss gefasst worden ist, frühestens nach sechs Monaten erneut beraten werden kann.
Das vorliegende Baugesuch zum Bau einer Terrasse auf einem Hügel an einem Grundstücksrand in Rainbach löste zunächst Verwunderung aus: Das Bauwerk gibt es bereits. Es soll also nachträglich genehmigt werden. Für das Objekt sprach, dass es -zumindest dann, wenn die Bäume und Sträucher belaubt sind -  weitgehend unsichtbar ist und auf der Terrasse sich nur eine Pergola befindet. Nach eingehender Diskussion stimmte der Ortschaftsrat mit sechs ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen dem Bauantrag zu mit der Maßgabe, dass die Pergola nicht überdacht wird. (Inzwischen hat der Ausschuss für bau und Verkehr des Gemeinderates den Bauantrag einstimmig abgelehnt). 
  
Folgende Informationen wurden vom Ortsvorsteher und einzelnen Ortschaftsrat-Mitgliedern noch weitergegeben:
  • Die bereits angekündigten Flyer der Ortsverwaltung zur Parksituation und zur Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden ebenso an alle Haushalte verteilt wie ein Flyer des Ordnungsamtes der Stadt.
  • Die stattgefundene Verkehrstagesfahrt hat keine Neuerungen für Dilsberg erbracht.
  • Die neue Schulleiterin der Grundschule Dilsberg-Mückenloch, Frau Witt-Herrmann hat in diesen Tagen ihren Dienst in Dilsberg angetreten.
  • Das Dilsberger Info-Zentrum in der Dilsberger Keramik soll am 9.Dezember offiziell eröffnet werden.
  • Der Seniorennachmittag der Ortsverwaltung wird am 28. Januar 2018 stattfinden.
  • Schließlich verteilte der Ortsvorsteher eine Kopie des § 16 Nachbarrechtsgesetz Baden-Württemberg, der regelt, welcher Grenzabstand bei der Pflanzung welcher Sträucher, Gehölze und Bäumen einzuhalten ist.
Mit der aus der letzten Information hervorgehenden, beruhigenden Gewissheit, dass es zumindest in unserem Ländle kaum ein Problem gibt, das nicht durch Gesetz oder Verordnung geregelt ist, verließen die Rätinnen und Räte die Feste.
 
Text: Walter Berroth
Bilder: Burkhard Zantopp
16.11.2017