OV Martinszug 2017 01
Hat es Martin um seinen Mantel leidgetan?
Beim Theaterstück zum Martinsumzug spielten die Grundschüler „Das schönste Martinslicht“
13. November 2017
    
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Ein hell leuchtender Luftballon an einer Stange wippte mitten unter selbstgemachten Laternen in allen Farben und Formen. „Ist das jetzt eine Notlösung oder moderne Kunst?“, sagte der Vater des Kindes mit der Luftballon-Laterne schmunzelnd. Beim Martinsumzug auf dem Dilsberg haben sich Groß und Klein auf dem Platz vor der Tuchbleichen-Halle versammelt. Nach vier Tagen Dauerregen standen wieder Sterne am Himmel. Von unten leuchteten die Laternen, genauso wie die Fackeln der Freiwilligen Feuerwehr.
 
Ein Pony samt Reiter bahnte sich seinen Weg durch die Menge, bis an die Spitze des Zuges. Pia Risse führte als St. Martin im roten Mantel den Umzug an. Für das Pony namens Miniman war alles schon Routine, zum 14. Mal trug es St. Martin auf seinem Rücken.
 
Der Musikverein Trachtenkapelle begann zu spielen und zu „Ich geh mit meiner Laterne“ bewegte sich die Karawane Richtung Burgtor. Innerhalb der Festung hatten Anwohner für eine heimelige Atmosphäre gesorgt: Kerzen flackerten in vielen Fenstern. Nach einer Runde von der Unteren in die Obere Straße  trudelte der Umzug bei der Burgbühne ein. Für die Kinder gab es Martinsmännchen und die Erwachsenen konnten sich am Glühwein aufwärmen. Das Pony Miniman hatte nun Feierabend.
 
Die Kinder der dritten und vierten Klasse der Grundschule dagegen hatten jetzt ihren Auftritt. Unter Leitung von Tina Mühlbach und Bettina Glinz hatte die dritte Klasse das Theaterstück „Das schönste Martinslicht“ von Ursula Wölfel eingeübt. Die Erzähler (Anneliese Höfler, Gustavs Klava und Nele Greulich) begannen: Alle Kinder der Lindenstraße wollen sich vor Herrn Bierbachs (Jannik Seufert) Laden zum Martinssingen treffen, weil sie dort immer leckere Sachen geschenkt bekommen.
 
Doch die Kinder aus der Ehrlenstraße, ihre Konkurrenten waren zuerst dort. Herr Bierbach hat aber trotzdem noch etwas für die Kinder aus der Lindenstraße übrig. Martin (Julia Kirschmer) bleibt mit seiner selbstgebastelten Laterne hinter den anderen zurück. Da hört er ein Kind (Phillip Georgious) weinen. Die  Laterne des Jungen hat angefangen zu brennen und eigentlich wollte er heute zum ersten Mal beim Martinsumzug mitmachen. Martin überlegt nicht lange und schenkt dem Kind seine eigene Laterne. Der kann sein Glück kaum fassen, doch Martin selbst sitzt weinend da, als seine Freunde ihn  finden. Er erzählt, was geschehen ist. „Meinst du, dem heiligen Martin hätte es nicht leidgetan um seinen Mantel?“, fragt einer seiner Freunde. „Darum sollst du nicht weinen.“
 
Während des Stückes sangen die Drittklässler unterstützt von der vierten Klasse Martinslieder. Tina Mühlbach am Akkordeon und Daniela Winklmeier an der Gitarre begleiteten die Kinder. Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann bedankte sich bei den Lehrern und Kindern. „Dass solche Traditionen hier so aufrechterhalten werden, finde ich toll.“, sagte er und überreichte den Kindern Süßigkeiten. Er nutzte die Gelegenheit um die neue Rektorin der Grundschule Dilsberg/Mückenloch vorzustellen. Sabrina Witt-Herrmann freute sich sehr über den Antritt ihrer Stelle auf dem Dilsberg: „Ich bin heute Morgen schon von den Kindern mit einem Lied begrüßt worden, das wird mich begleiten“ Sie hoffe es noch oft zu hören. Unter dem klaren Himmel standen die Besucher trotz der Kälte zusammen und genossen die winterliche Atmosphäre mit Glühwein und Punsch.
 
Text: saro
Bilder: lana
16.11.2017
   
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